Carolin Simon
Carolin Simon aus Kassel greift am Samstag nach ihrem dritten Titel. Bild © picture-alliance/dpa

Am Samstag steigt nicht nur das große Finale der Bundesliga, sondern auch ein echtes Finale – das Endspiel der Champions League der Frauen. Mit dabei: die Nordhessin Carolin Simon

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Simon: "Das Finale wird sehr schwer"

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In Frankfurt hoffen die Fußballer der Eintracht vor dem letzten Bundesliga-Spiel noch auf die Champions League, für eine Nordhessin könnte am Samstag dagegen der Traum vom Sieg in der Königsklasse wahr werden. Denn Carolin Simon, gebürtig aus Kassel, spielt mit Olympique Lyon um den wichtigsten Titel im Vereinsfußball.

Für die in Baunatal aufgewachsene 26-Jährige und ihren Verein, in dem auch Ex-FFC-Star Dzsenifer Marozsán kickt, wäre der Sieg gleichzeitig das Triple. Die Verteidigerin konnte mit Lyon schon zwei Titel in dieser Saison holen: den französischen Pokal und die Meisterschaft in der Division 1 Féminine. "Das wäre fußballerisch das Größte, was möglich wäre. Von daher hat das eine ganz hohe Bedeutung für die Mannschaft, für den Verein und auch für mich persönlich", sagte Simon dem hr-sport.

Simon: "Barcelona ist eine richtig gute Mannschaft"

Das Finale findet im ungarischen Budapest statt. Der Gegner: der FC Barcelona. Platz zwei in der Primera División. Ein starker, aufstrebender Verein im Frauenfußball. Seit Jahren investiert der spanische Verband einiges in die Ausbildung seiner Fußballerinnen. Dass Barcelona den FC Bayern im Halbfinale schlagen konnte und jetzt im Finale steht, ist nur folgerichtig.

"Ich glaube, dass das Finale sehr schwer wird. Barcelona ist eine richtig gute Mannschaft. Wir haben intensiv gearbeitet im Training und uns taktisch auf den Gegner eingestellt. Wir sind gut vorbereitet und hoch motiviert", so Simon.

Nominiert für den WM-Kader

Überhaupt hat sich der Wechsel vom kleinen SC Freiburg zum Weltverein Lyon für die Nordhessin gelohnt. Mit ihren Leistungen hat sich Simon weiter in den Fokus von Bundestrainerin Martina Voss-Tecklenburg gespielt. Der Lohn: die Nominierung für die WM in Frankreich. "Das freut mich natürlich sehr und macht mich richtig stolz. Das wird meine erste Weltmeisterschaft in der A-Nationalmannschaft."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Simon: Vorfreude auf die WM

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Und auch dort hat Simon einige Ambitionen: "Das wird ein riesiges Ereignis für den Frauenfußball. Wir rechnen uns gute Chancen für die WM aus. Wir haben einen guten Kader und ein neues Trainer-Team, das gut mit uns arbeitet." Und wer weiß, vielleicht gibt es im Sommer in Frankreich noch einen weiteren Titel für die erfolgsverwöhnte Nordhessin.