Ein Fußballspieler beim Training.

Es herrscht wieder Leben im hessischen Amateur-Fußball. Überall darf wieder trainiert werden, die ersten Testspiele sind schon absolviert. Im Zentrum nun: die Planung der neuen Saison. Und genau da gibt es mehrere Möglichkeiten.

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Audioseite Das sind die Regeln im hessischen Amateurfußball

Ein Fußball mit Mundschutz liegt in der Abenddämmerung auf einem Spielfeld.
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Es wird wieder gekickt. Endlich. Nicht nur in den Bundesliga-Arenen der Republik, sondern auch auf den Amateur-Sportplätzen. Auch in Hessen rollt der Ball wieder, das Leben ist zurück auf dem grünen Untergrund. Im hessischen Fußball sind wieder Testspiele möglich, die neue Runde soll wie geplant stattfinden. Welche Regeln es gibt, wie die Saison aussieht, was für die Jugendteams gilt und was jetzt mit der Hessenliga passiert: ein Überblick.

Die neuen Corona-Regeln

Kurz und knapp: Viele gibt es nicht mehr. Das Wichtigste ist: Es gibt keine Unterscheidung zwischen Geimpften und Ungeimpften, Getesteten und Nicht-Getesteten - jeder und jede darf auf den Platz. Für alle Alterklassen ist das Kicken in voller Mannschaftsstärke erlaubt. Der Hessische Fußball-Verband (HFV) empfiehlt jedoch ausdrücklich einen Test.

Auch Zuschauerinnen und Zuschauer dürfen bei den Spielen erscheinen, wenn sie sich an die gängigen Corona-Regeln halten. Mehr als 500 Schaulustige sind jedoch nicht erlaubt, hier gilt weiterhin die auch für andere Veranstaltungen gängige Vorlage. Auch die Vereinsheime dürfen wieder öffnen. Drinnen gelten dann wie überall auch die normalen Corona-Regeln.

"Der Erfolg der kommenden Saison wird wesentlich auch davon abhängen, dass möglichst viele Akteure auf und um die Sportplätze geimpft sind", betont aber auch Frank Illing, Vorsitzender des Verbandsausschusses beim HFV, auf hr-sport-Nachfrage. "Wir empfehlen, Urlaubsrückkehrer, egal ob geimpft oder nicht, erst 48 bis 72 Stunden nach deren Rückkehr wieder in den Trainings- und Spielbetrieb zu integrieren; und zwar auch erst nach einem Negativtest."

So soll die Saison aussehen

Der HFV plant, die Saison für die meisten Klassen ganz normal ab Mitte August starten zu lassen. Noch finden in den meisten Kreisen und Spielklassen jedoch Vorrundenbesprechungen statt, in denen "die jeweiligen Klassenleiter und Vereine gemeinsam auf die im Vorfeld abgestimmten Ligakonzepte und Spielpläne schauen und diese nochmals terminlich finalisieren", heißt es von Seiten des HFV.

Dabei ist auch das Prinzip, das in der Hessenliga angewendet wird, eine Möglichkeit (mehr im letzten Punkt). In manchen Kreisen müssen zuvor noch die Kreispokalsieger ermittelt werden. Das hat Vorrang. Nur so kann dann der Hessenpokal geplant werden.

Das gilt für Jugendteams

Auch hier gilt erst einmal, dass es keine Unterscheidungen zwischen Geimpften und Ungeimpften seit Ende Juni gibt. Die Mannschaften können wieder normal trainieren. Der Start der neuen Saison ist für das erste September-Wochenende geplant. Der HFV wartet vorher jedoch noch auf den Ablauf der Mannschaftsmeldefrist und der Meldefrist zur Beantragung von Jugendspielgemeinschaften. Deadline war hier der Donnerstag.

Im Anschluss will der HFV schauen, wie viele Teams sich überhaupt angemeldet haben und wie groß die Ligen sein können. "Angestrebt werden bei größeren Klassen wieder Einfachrunden, gegebenfalls mit Playoffs. Ganz große Klassen sollten geteilt werden. Klassenstärken von 14 und weniger Teams spielen voraussichtlich Hin- und Rückrunde", heißt es vom HFV. Dies ist aber alles noch nicht fix und soll erst am 22. Juli beschlossen werden.

Der neue Plan mit der Hessenliga

In der Hessenliga ist ab diesem Jahr alles anders. Die Liga wird zweigeteilt, zwei Gruppen bestreiten nun eine Hin- und Rückrunde. Im Anschluss gibt es eine Auf- und eine Abstiegsrunde. "Eine Teilung in der kommenden Saison ist unter den gegebenen Gesichtspunkten erforderlich, so dass eine reguläre und sportliche Beendigung im Rahmen der weiterhin bestehenden Gefahr der Corona-Pandemie wahrscheinlicher wird", erklärt Klassenleiter Thorsten Bastian.

Es ist übrigens ein Modell, das bald auch für andere Ligen gelten könnte. Dieses Konzept stehe jedem Klassenleiter bei der Erstellung des Spielplans zur Verfügung, heißt es beim HFV auf hr-sport-Nachfrage. Man wolle aufgrund der Corona-Pandemie als Verband flexibel bleiben, die Klassenleiter könnten mit den Vereinen besprechen, was das beste Modell für die jeweilige Liga sei. Oberste Priorität bleibt: dass die Saison in jedem Fall zu Ende gespielt wird. Einen neuen Saisonabbruch soll es in keinem Fall geben.