Luca Pfeiffer von Darmstadt 98 im Duell mit Marvin Wanitzek vom KSC

Eigentor, Rückstand, Führung, VAR und Chancenwucher - das Spiel der Lilien gegen den KSC hatte viel zu bieten. Einen Sieger gab es in diesem wilden Duell allerdings nicht.

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Darmstadt 98 hat es am Samstagabend verpasst, sich an die Spitze der zweiten Liga zu schießen: Die Lilien spielten gegen den Karlsruher SC 2:2 (0:1). Klaus Gjasula traf in der ersten Halbzeit ins eigene Tor (22. Minute), machte seinen Fehler dann aber mit dem Ausgleich für Darmstadt wieder gut (48.). Fabian Holland brachte die Südhessen in Führung (51.), Fabian Schleusener sorgte für den 2:2-Endstand (71.). Damit konnte Darmstadt den Patzer von Liga-Primus FC St. Pauli vom Nachmittag nicht nutzen.

Geistesblitz bringt KSC in Führung

In den ersten 15 Minuten tasteten sich beide Teams ab, Großchancen gab es noch nicht. Das änderte sich allerdings, als es Luca Pfeiffer aus 20 Metern per Heber versuchte, der aber über das Tor ging (16. Minute). Vier Minuten später zog Tobias Kempe von der Strafraumkante ab, KSC-Keeper Marius Gersbeck war jedoch auf dem Posten.

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Lilien-Remis gegen den KSC

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Auf der anderen Seite fiel aus dem Nichts das Tor für die Karlsruher: Marvin Wanitzek führte einen Freistoß geistesgegenwärtig schnell aus, Gjasula wollte vor dem heranstürmenden Schleusener retten und bugsierte den Ball dabei an Torwart Marcel Schuhen vorbei ins eigene Tor - 0:1 aus Lilien-Sicht in der 22. Minute.

Erst Chancenwucher, dann Doppelschlag

Doch das Team von Trainer Torsten Lieberknecht blieb am Drücker und hatte weitere gute Chancen. Die größte vergab erneut Pfeiffer, als er nach einer Flanke von Sturmpartner Phillip Tietz aus wenigen Metern knapp neben das Tor köpfte (25.). In der 37. Minute kam er nach einer Ecke nicht am herausstürmenden Gersbeck vorbei. Auf der anderen Seite hatten die Gäste ebenfalls nach einem Eckball eine gute Chance, Daniel O'Shaughnessy verfehlte das Tor jedoch knapp. So blieb es zur Pause bei der schmeichelhaften 1:0-Führung der Gäste.

Als es nach einer vergebenen Pfeiffer-Großchance nur Sekunden nach der Pause so aussah, als würden die Lilien weiter Chancenwucher betreiben, brachen die Südhessen den Bann: Gjasula köpfte eine Kempe-Ecke ins Netz und egalisierte damit sein Eigentor - 1:1 in der 48. Minute. Nur drei Minuten später stürmte Kapitän Holland heran, ein Querpass von Pfeiffer erreichte ihn und aus rund 15 Metern versenkte er die Kugel zum 2:1.

VAR rettet den Lilien einen Punkt

Im Anschluss dominierten die Lilien das Spiel, der KSC kam nach dem Rückstand zunächst nicht vor das gegnerische Tor. Mehlem verpasste es, in der 57. Minute das dritte Darmstädter Tor zu schießen, als er freistehend nicht an Gersbeck vorbeikam. Auch einen Fernschuss von Tim Skarke konnte der Karlsruher Schlussmann entschärfen (65.).

Überraschend kamen die Gäste in der 71. Minute aber doch zum Ausgleich: Eine Hereingabe von Lucas Cueto konnte Schleusener im Tor unterbringen und den Lilien damit die Tabellenführung entreißen. Vier Minuten später wäre es fast noch dicker gekommen, aber das vermeintliche 3:2 für den KSC durch ein Eigentor von Thomas Isherwood wurde vom VAR wegen einer knappen Abseitsposition wieder einkassiert. Jener Isherwood hätte sein Team auf der anderen Seite beinahe noch zum Heimsieg geschossen, verfehlte in der 84. Minute das verwaiste Tor aber kläglich.

So blieb es bei der Punkteteilung und für Darmstadt 98 vor dem Auswärtsspiel bei Schlusslicht Ingolstadt am kommenden Samstag (13.30 Uhr) beim zweiten Tabellenplatz.

Weitere Informationen

Darmstadt 98 - Karlsruher SC 2:2 (0:1)

Darmstadt: Schuhen - Bader, P.Pfeiffer, Isherwood, Holland - Kempe, Gjasula, Skarke (68. Honsak), Mehlem (68. Manu) - Tietz, L.Pfeiffer (90. Seydel)
Karlsruhe: Gersbeck - van Rhijn (64.Lorenz), Thiede, O'Shaughnessy, Heise - Wanitzek, Gondorf, Kobald - Cueto (86. Kaufmann), Hofmann, Schleusener (90. Gordon)

Tore: 0:1 Gjasula (22./ET), 1:1 Gjasula (48.), 2:1 Holland (51.), 2:2 Schleusener (71.)
Gelbe Karten: Gjasula / Schleusener

Schiedsrichter: Aytekin (Oberasbach)
Zuschauer: 250

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