Adrian Stanilewicz

Zwei Spiele, ein Punkt, zwei verschuldete Elfmeter: Der Start bei den Profis verläuft für Adrian Stanilewicz beim SV Darmstadt 98 eher holprig. Dennoch zieht der Neuzugang ein positives Zwischenfazit.

Für Adrian Stanilewicz kam die Länderspielpause gerade recht. Mit einem saftigen 0:4 gegen Paderborn gingen die Lilien in die spielfreie Zeit, von Trainer Markus Anfang gab es vier Tage frei. Abschalten und Kopf frei bekommen, war das Motto. Auch bei Stanilewicz, der gegen den SCP seinen ersten Profieinsatz in der Startelf hatte. "Die vier Tage taten sehr gut. Ich war bei der Familie und habe gut entspannen können", so der 20-Jährige.

Gegen Paderborn war Stanilewicz wegen des positiven Corona-Tests von Kapitän Fabian Holland kurzfristig in die Startelf gerutscht. Viel zu holen war beim 0:4 für Stanilewicz und Co. aber nicht. Schlimmer noch: In seinem zweiten Einsatz verursachte Stanilewicz zum zweiten Mal einen Elfmeter, schon gegen St. Pauli war ihm dieser Fauxpas unterlaufen.

Ein bitterer Start, den Stanilewicz jedoch sportlich nimmt: "Ich hab' mit meiner Familie drüber geredet. Ich hätte mir den Start natürlich besser und schöner erhofft, aber jetzt kann es nur bergauf geht. Das Leben geht weiter."

"Es ist natürlich mein Ziel, Stammspieler zu werden"

Vor allem dann, wenn man ein junges Nachwuchstalent ist, das freilich noch einen gewissen Welpenschutz genießt. Entsprechend zieht Stanilewicz auch trotz durchwachsener Ergebnisse ein positives Zwischenfazit seiner ersten Profi-Gehversuche.

"Ich bin seit Sommer hier und wusste, dass ich mich erst einmal an alles gewöhnen muss", so Stanilewicz. "Die erste eigene Wohnung, eine neue Stadt. Das hat etwas gedauert. Aber ich kann zufrieden sein. Ich kriege meine Zeit in den Testspielen und konnte jetzt auch von Anfang an in der Liga spielen. In den Englischen Wochen wird hoffentlich noch mehr Spielzeit dazukommen."

Gut möglich, schließlich weiß Anfang, was er an Stanilewicz hat. Gemeinsam wurden sie mit Bayer Leverkusen Deutscher B-Jugend-Meister, Stanilewicz damals noch an der Seite von Superstar Kai Havertz. "Der Trainer hat ja schon gesagt, dass er mich nicht fürs Trainig geholt hat, sondern dass ich in Zukunft meine Spiele kriegen werde. Es ist natürlich mein Ziel, Stammspieler zu werden."

"Ich muss mich noch mehr an den Herrenfußball gewöhnen"

Bis dahin wird es wohl noch ein wenig dauern. Einerseits sind Stanilewicz' Positionen mit Victor Pálsson im defensiven Mittelfeld und Fabian Holland als Linksverteidiger gut bestückt. Andererseits ist auch der Gewöhnungsprozess an den "Herrenfußball" noch nicht abgeschlossen.

"Es ist ein deutlicher Unterschied zwischen der Jugend und den Herren, speziell im Spiel. Ich muss mich noch mehr an den Herrenfußball gewöhnen, muss körperlich aufholen und alles noch viel schneller machen", so Stanilewicz. Die nächste Gelegenheit dazu bekommt er vielleicht schon am kommenden Sonntag (13.30 Uhr) in Aue.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Anfang: "Schlechteste Halbzeit, die ich hatte"

Lilien-Trainer Markus Anfang steht vor seinem Pflichtspieldebüt.
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