Trainingsstart beim SV Darmstadt 98

Der SV Darmstadt 98 ist in die Winter-Vorbereitung gestartet. Die Pause hat Trainer Dimitrios Grammozis genutzt, um abzuschalten und in die Analyse zu gehen. Ein Manko ist dabei überdeutlich geworden.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Grammozis: "Wollen noch mehr Torgefahr ausstrahlen"

Dimitrios Grammozis
Ende des Audiobeitrags

Es muss ja nicht immer Fußball sein. Besonders an den Feiertagen und zwischen den Jahren. Dimitrios Grammozis, seines Zeichens an normalen Tagen Trainer des SV Darmstadt 98, hat in der fußballfreien Zeit mal was ganz anderes gemacht. Der Lilien-Coach war mit seiner Frau gemeinsam Taufpate. "Ein schönes Erlebnis", wie Grammozis berichtet. Ganz abschalten war dann aber doch nicht drin, die Gedanken kreisten trotz aller Ruhe bei Grammozis auch um die Hinrunde seiner Lilien - mit der eindeutigen Erkenntnis: "Da ist noch Luft nach oben."

Das bedeutet für den Januar: Arbeit. Am Montag ging's los, Grammozis empfing sein Team bei trübem Wetter vor rund 80 Kiebitzen zum ersten Training im neuen Jahr. Gute 70 Minuten ging die Einheit, der Ball war fast immer mit dabei. Bis zum 15. Januar trainieren die Lilien noch in den heimischen Gefilden, dann geht es ab in die Sonne Spaniens.

Grammozis: "Haben nicht alles rausgeholt"

Den Schwerpunkt dabei gibt Grammozis schon zum Start vor. "Wir wollen noch mehr Torgefahr ausstrahlen", so der 41-Jährige. Mit nur 20 Treffern stellt der SVD bislang die zweitschwächste Offensive der Liga. Zu oft herrschte bei den Südhessen akute Ladehemmung. "Es ist offensichtlich, dass wir zu wenig Tore geschossen haben", bekennt daher auch der Lilien-Coach.

Dennoch ist es nicht nur die Offensive, Grammozis nimmt vor dem Start der Vorbereitung - mit Blick auf die abgelaufene Hinrunde - den gesamten Kader in die Pflicht. "Ich erwarte von allen Spielern, dass sie sich steigern", wird er deutlich. "Ich denke, dass wir in der Hinrunde nicht alles herausgeholt haben."

Lilien nahe dran am Tabellenkeller

Grammozis meint damit direkt die Leistung seines Teams. Dennoch hat auch die interne Analyse der Lilien ergeben, dass die Südhessen nach der Hinrunde eigentlich drei, vier Punkte mehr auf dem Konto haben müssten. "Wir hatten viele Spiele, in denen wir nicht gepunktet haben, in denen aber die Leistung gestimmt hat", erklärt Grammozis.

Was aber in dieser ausgeglichenen Liga bedeutet, dass die Abstiegsränge aus Darmstädter Sicht gefährlich nahe sind. Vor dem Start im neuen Jahr haben die Lilien gerade einmal zwei Punkte Vorsprung auf Relegationsrang 16. Geht der Start in die Hose, stecken die 98er wieder direkt drin im Schlamassel. "In den ersten Spielen ist sofort Feuer unter dem Dach", weiß auch Grammozis.

Zeit der Ruhe ist vorbei

Bis zum ersten Zweitliga-Spiel im neuen Jahr liegt aber noch einige Zeit und einige Arbeit vor den Darmstädtern. Erst im nasskalten Südhessen, dann im sonnigen Sotogrande. Klar ist nur jetzt schon: Die ruhige Zeit ist vorbei. Ab sofort ist bei Grammozis und seinen Lilien dann doch wieder nur Fußball angesagt.