Tobias Kempe von Darmstadt beim Spiel gegen Hamburg.

Das Selbstvertrauen bei Darmstadt 98 ist so groß wie lange nicht: Immer mehr Spieler und Fans kehren zurück. Die Form spricht beim Spiel gegen Hannover 96 klar für die Lilien - und eine kuriose Statistik.

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Audioseite Lieberknecht: "Wir sind die Lilien und haben auch einen Namen"

Torsten Lieberknecht
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Nach dem Spiel beim Hamburger SV wartet nun der Heimauftritt gegen Hannover 96 - die Termine verströmen schon den Klang vom großen Fußball, von erster Liga. Doch Darmstadt 98 will sich - wie schon in Hamburg - von der Reputation der Opponenten nicht beeindrucken lassen. "Wir haben auch einen Namen in dieser Liga, haben unsere Tradition und eine geile Hymne - dann kommt auch die Lust", sagte Trainer Torsten Lieberknecht am Donnerstag auf der Pressekonferenz vor dem Spiel.

Das Selbstvertrauen bei den Lilien rührt zum einen von den ansprechenden Auftritten zuletzt mit vier Punkten aus zwei Spielen. Zum anderen kann Lieberknecht derzeit verhältnismäßig ruhig die Mannschaft auf die Spiele vorbereiten.

7.000 Fans wieder dabei - aber mit Maske

Waren dem Coach in den ersten Wochen seines Schaffens immer wieder Meldungen über Verletzte und Corona-Fälle in die Quere gekommen, so kann er nun positive Nachrichten überbringen: Aaron Seydel ist zurück im Training, Marvin Mehlem und Tim Skarke machen gute Fortschritte in der Reha. Einzig Erich Berko sorgt für Sorgenfalten, weil er aufgrund von Adduktorenproblemen nur individuell trainieren konnte.

Bauen können die Darmstädter zudem auch wieder auf die Unterstützung von außen, gegen Hannover dürfen die Lilien mehr als 7.000 Zuschauer begrüßen. Die Besonderheit bei dieser Partie allerdings ist, dass an allen Plätzen Maskenpflicht verordnet wurde. Geschäftsführer Michael Weilguny appellierte deshalb: "Für uns als Profifußballclub ist eine möglichst hohe Stadion-Auslastung aus wirtschaftlicher Sicht essentiell. Dafür benötigen wir allerdings auch die Unterstützung aller Fans im Stadion und bitten sie, die behördlichen Vorgaben am Spieltag umzusetzen."

Lieberknecht erwartet hohe Laufbereitschaft

Auf dem Rasen allerdings wollen die Lilien auf Abstand verzichten und dem Gegner eng auf den Füßen stehen. "Wir müssen eine gewisse Physis auf den Platz bringen - dazu gehört eine große Sprint- sowie eine hohe Laufbereitschaft", erklärte Lieberknecht. "Das ist die Basis für Samstag. Wenn wir das auf dem Platz bekommen, werden wir auch fußballerische, spielerische Lösungen finden."

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HSV - SV Darmstadt 98
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Gegner Hannover 96 steht nach nur vier Punkten aus vier Spielen nahe an der Abstiegszone und musste in dieser Woche den Abgang von Stürmer Marvin Ducksch für 3,5 Millionen Euro zu Werder Bremen verkraften. Im Angriff haben die Niedersachen damit nur noch einen gesetzten Akteur in Hendrik Weydant.

Tietz stellt ganz Hannover in den Schatten

Auch in diesem Punkt muss sich Darmstadt 98 beileibe nicht vor dem großen Namen Hannover verstecken. Lilien-Angreifer Phillip Tietz steht mit vier Toren auf Rang eins der Torjägerliste - und war damit doppelt so oft erfolgreich wie die gesamte 96-Mannschaft.

So könnte Darmstadt 98 gegen Hannover 96 spielen:

SVD-Aufstellung gegen Hannover
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