FCK-Coach Dirk Schuster

Dirk Schuster, heute Trainer des 1. FC Kaiserslautern, denkt gerne an seine Zeit bei Darmstadt 98 zurück und traut seinem Ex-Verein sehr viel zu. Vor dem Duell am Sonntag hat er sich dennoch eine Kontaktsperre Richtung Südhessen auferlegt.

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Lilien gegen Lautern: kein normales Spiel

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Wenn Dirk Schuster über den SV Darmstadt 98 spricht, bekommt er immer noch leuchtende Augen. "Es war eine überragende, geile Zeit. Sportlich und menschlich hat das unwahrscheinlich viel Spaß gemacht", sagte er am Freitag in der Pressekonferenz des 1. FC Kaiserslautern. Mit jenem FCK trifft Schuster am Sonntag (13.30 Uhr) auf seinen Ex-Verein.

Schuster traut Lilien Aufstieg zu

Dabei ist ihm nicht nur der Durchmarsch aus der dritten in die erste Liga zwischen 2013 und 2015 mit anschließendem Klassenerhalt in Erinnerung geblieben. "Wir wurden noch mal zurückgeholt, nachdem es dem Verein relativ schlecht ging. Das war von den beiden Aufgaben die schwierigere", so Schuster über die Rückrunde 2018, in der der Abstieg aus der 2. Liga abgewendet werden konnte.

Dem SVD traut der 54-Jährige in dieser Saison viel zu: "Da hat sich ein hervorragendes Team entwickelt. Der Verein ist durchaus in der Lage, in die erste Liga aufzusteigen", formulierte Schuster das, was die Lilien selbst gerne etwas defensiver ausdrücken.

Mit Blick auf seinen jetzigen Arbeitgeber analysierte er: "Die Darmstädter sind jetzt acht Jahre ununterbrochen in der zweiten oder ersten Liga vertreten. Sie haben den FCK in dieser Richtung wirtschaftlich, aber auch sportlich überholt. Diesen Vorsprung gilt es jetzt, von unserer Seite zu verringern." Mit zwölf Punkten aus den ersten sieben Spielen ist Aufsteiger Kaiserslautern ordentlich in die Zweitliga-Saison gestartet.

"Es wird kein freundschaftliches Zusammenkommen"

Während Lilien-Trainer Torsten Lieberknecht, gebürtig aus der Pfalz, seine Sympathien zum FCK im Vorfeld des Spiels offen formulierte und der Partie die Headline "Der Freund kommt als Gegner" gab, geht Schuster lieber temporär auf Distanz: "Es wird kein freundschaftliches Zusammenkommen."

Natürlich habe er aus seiner Zeit beim SVD noch Freunde im Verein und im Umfeld, sagte er. Aber: "Diese gegenseitigen Sympathien ruhen am Sonntag und sie ruhen auch schon am Samstag. Da wird es eine absolute Kontaktsperre für mich geben, die ich mir selbst auferlegt habe. Da will ich von niemandem angerufen werden."