Darmstadt 98 Pauli Klaus Gjasula

Die heiße Aufstiegs-Phase in der 2. Bundesliga ist längst eingeläutet. Mittendrin: Darmstadt 98 und der FC St. Pauli. Die beiden Außenseiter treffen sich am Samstag am Millerntor. Wobei einer der beiden ein wenig mehr Druck spüren könnte.

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Highlights: Darmstadt - Schalke

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Im Endeffekt ist es im Aufstiegsrennen der 2. Bundesliga ja recht simpel. Eng ist's, keine Frage, spannend ist es auch und Druck haben manche Vereine mehr und manche weniger. Am Samstag treffen am Millerntor zu Hamburg nun mit dem FC St. Pauli und dem SV Darmstadt 98 aber gleich zwei Teams aufeinander, die zu letzterer Kategorie zählen. Der Aufstieg wäre das i-Tüpfelchen auf der Saison, ist für beide aber kein Muss. Oder um es mit Lilien-Coach Torsten Lieberknecht zu sagen: Randnotiz trifft Randnotiz.

So hatte der Trainer der Darmstädter sein eigenes Team im Aufstiegsrennen bezeichnet. Schalke und Werder, die beiden Bundesliga-Absteiger, sind mittlerweile auf Rang eins und zwei angekommen. Sie bleiben die Favoriten auf die direkten Aufstiegsplätze. Direkt dahinter lauern aber St. Pauli und die Lilien.

Vorteil für Darmstadt?

"Ich glaube, dass viele St. Pauli mehr auf dem Zettel haben als uns", berichtet Lilien-Mittelfeldlenker Klaus Gjasula. Eine Schlussfolgerung, die naheliegt. Die Hamburger befanden sich früh in der Saison ganz oben in der Tabelle, hatten sich zwischenzeitlich einen enormen Vorsprung erarbeitet. Der ist mittlerweile weg, für die Kiezkicker geht es nun um den Ertrag der gesamten Saison. Ein Vorteil für Darmstadt? Hat es da etwa eine Randnotiz besser als die andere?

Für Gjasula ist das der falsche Ansatz. "Wir müssen uns auf uns konzentrieren", bemüht der Routinier einen Klassiker, der bei den Lilien gerade aber ganz gut zutrifft. Die Südhessen haben schon die beiden Top-Spiele in Nürnberg und gegen Schalke verloren, eine dritte Pleite am Stück könnte frühzeitig den Aufstiegs-Stecker ziehen beim Lieberknecht-Team.

"Die Mannschaft ist intakt, die Mannschaft lebt"

Auch wenn die beiden Niederlagen in der Entstehung bitter waren: langfristige Folgen für den Liga-Endspurt hatten sie nicht. Die Lilien haben weiter richtig Bock auf den Aufstieg. "Die Mannschaft ist intakt, die Mannschaft lebt", betont Gjasula. "Die Ergebnisse waren nicht optimal, aber es geht weiter. Wir lassen uns nicht verrückt machen."

Müssen sie auch gar nicht. Denn auch diese Rechnung ist sehr simpel: Bei einem Sieg gegen St. Pauli winkt mindestens wieder der Relegationsplatz. Und vielleicht hilft es dabei am Ende ja doch, die etwas weniger beachtete Randnotiz zu sein.