Emir Karic bejubelt sein erstes Tor für Darmstadt 98

Auch wenn er gerade sein erstes Saisontor für den SV Darmstadt 98 erzielt hat, ein Goalgetter wird aus Linksverteidiger Emir Karic wohl nicht mehr. Der Allrounder glänzt mit anderen Qualitäten. Zum Beispiel mit Kopfrechnen.

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Audioseite Emir Karic und die Vorfreude auf Bremen

Emir Karic
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"Für solche Spiele willst du Fußballer sein", sagt Emir Karic. Der Österreicher freut sich wie Bolle auf das nächste Heimspiel am Bölle – auch wenn es bis dahin noch über eine Woche hin ist. Am Sonntag, den 17. Oktober, ist der SV Werder Bremen zu Gast in Darmstadt.

Die Fans zählen doppelt

Mit seiner Vorfreude dürfte der Österreicher aus mehreren Gründen nicht alleine sein: Der SV Werder Bremen ist ein Traditionsverein, mit Markus Anfang kehrt der Ex-Trainer der Lilien zurück nach Südhessen. Und, das vielleicht Wichtigste überhaupt: Dank eines neuen Hygienekonzepts dürfen wieder mehr als 13.000 Zuschauer in Stadion am Böllenfalltor.

"So Spiele wie gegen Bremen, Hamburg oder Schalke sind immer Knallerspiele", weiß Karic. Und dann zu Corona-Zeiten auch wieder vor einer so stattlichen Kulisse: Da müsse einem ja regelrecht das Herz aufgehen. "Da hoffe ich, dass wir mit 13 Mann die Bremer niederringen werden." Mit 13 Mann? Meint er nicht eher 12? Nein, sagt Karic, und rechnet sauber vor: "Das Publikum ist der 12. Mann, aber es dürfen ja jetzt doppelt so viele kommen." Das riecht nach Mathe-Leistungskurs.

Noch kein Doppelsieg

Das mit dem Heimerfolg gegen Bremen dürfte eine ungleich schwerere Aufgabe werden. Zwei Siege nacheinander sind den Lilien in dieser Saison bisher noch nicht gelungen. Schuld daran war aber vor allem die Auswärtsschwäche der Darmstädter.

Nach dem furiosen 6:1 in Sandhausen vergangenes Wochenende soll es nun aber endlich klappen mit dem ersten Doppelsieg. "Wir haben eine gute Qualität in der Mannschaft. Gute Stürmer, die regelmäßig treffen, und eine Mannschaft, die es ihnen einfach macht", gibt sich der 24-Jährige selbstbewusst.

Die beste Offensive der Liga

Mit 21 Saisontoren ist der SV98 das torgefährlichste Team der 2. Bundesliga. Gegen Sandhausen traf selbst Karic ins gegnerische Netz. Es war sein zweites Profi-Tor überhaupt, das erste liegt schon knapp zwei Jahre in der Vergangenheit. "Ich hoffe nicht, dass es wieder zwei Jahre dauert", gibt der Österreicher einen Ausblick auf sein drittes Profi-Tor.

Versprechen kann er das allerdings nicht, auch weil das Tore schießen nun mal nicht zu seinen Hauptaufgaben gehört. "Das einzige, was ich machen kann, ist meine Leistung zu zeigen. Ob mit Tor, Assist oder einfach für die Mannschaft zu ackern. Alles andere kommt dann." Gegen Bremen wäre Karic auch mit einem einfachen 1:0 zufrieden. Der 13. Mann würde das wohl unterschreiben.