Immanuel Höhn von Darmstadt 98 nach dem Spiel gegen den HSV

Darmstadt 98 muss auch gegen den HSV einen späten Nackenschlag hinnehmen. Besonders eine Szene erzürnt die Lilien-Gemüter.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Darmstadt 98 unterliegt dem HSV

Ein Zweikampf im Spiel der Lilien gegen den HSV
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Großer Kampf, aber keine Punkte: Gegen den Hamburger SV gab es für Darmstadt 98 wie schon eine Woche zuvor in Düsseldorf einen späten K.o. "Es tut wahnsinnig weh, dass wir heute überhaupt nichts mitgenommen haben", sagte Verteidiger Immanuel Höhn nach dem Spiel. Sein Trainer Markus Anfang fasste es ähnlich zusammen: "Es ist sehr bitter für uns."

Mit Leidenschaft zum Ausgleich in Unterzahl

Die Lilien hatten am Samstag vielen Umständen getrotzt. Anfang musste auf zahlreiche Spieler verzichten, vor der Partie meldete sich auch Fabian Schnellhardt wegen Problemen am Hüftbeuger ab. Mit Victor Palsson, Mathias Wittek, Matthias Bader und Nicolai Rapp fehlten zahlreiche weitere potenzielle Startspieler. Als Patrick Herrmann gegen Hamburg in der 75. Minute beim Stand von 0:1 mit Gelb-Rot vom Platz gehen musste, schien die Niederlage besiegelt.

"Wir wollten direkt wieder nach vorne und haben uns durch die Leidenschaft das 1:1 verdient", beschrieb Höhn den sehenswerten Ausgleich von Tobias Kempe nur vier Minuten später. "Umso schmerzhafter ist es, dass wir am Ende wieder mit leeren Händen dastehen."

"Wir sollten nicht alles auf den Schiri schieben, aber ..."

Denn der HSV schlug in der 88. Minute durch Terodde zurück und ließ die Lilien erneut ohne Punkte zurück. Die Entstehung des 1:2 durch einen Freistoß brachte die Südhessen jedoch auf die Palme: Schiedsrichter Nicolas Winter hatte nicht eingegriffen, als die Hamburger den Standard deutlich nach vorne verlegten und die Situation in der Konsequenz zum Siegtor führte.

"Wir sollten nicht alles auf den Schiri schieben, aber die Szene vor dem 1:2 kann ich nicht akzeptieren", so Kempe. "Es gibt eine klare Regel im Fußball und die Schiedsrichter weisen immer darauf hin, dass der Ball dort liegen muss, wo das Foul stattgefunden hat. Und das war hier überhaupt nicht der Fall."

Anfang kassiert die gelbe Karte

Anfang, der nach dem Gegentreffer an der Seitenlinie tobte und die gelbe Karte bekam, pflichtete ihm bei: "Es macht natürlich einen Unterschied, wo der Freistoß ausgeführt wird. Dadurch, dass der Freistoß in unserer Hälfte ausgeführt wurde, waren zwei Spieler von uns überspielt." Und bei Höhn machte sich Verzweiflung breit: "Ich weiß nicht, warum wir derart bestraft werden."

Allzu lange grübeln können die Lilien über die späte Niederlage aber ohnehin nicht: Schon am Dienstag (18.30 Uhr) geht es mit dem Auswärtsspiel bei Greuther Fürth weiter.