Tobias Kempe von Darmstadt 98 im Spiel gegen Kiel

Nach dem verunglückten Start ins neue Jahr sieht Kapitän Fabian Holland die Lilien im Abstiegskampf. Sein Stellvertreter hat derweil seinen Vertrag in Darmstadt verlängert.

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Audioseite Holland: "Wir wissen ganz genau, wo wir da drinstecken"

Fabian Holland
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Fabian Holland, Kapitän des Zweitligisten Darmstadt 98, redete gar nicht lange drumherum. "Wenn man so will, dann ist man im Abstiegskampf", sagte er in einer Medienrunde am Montag. "Wenn du in der Liga nicht oben dabei bist und mal ein paar Spiele verlierst, dann bist du zwangsläufig da unten drin."

Nur noch drei Punkte auf Platz 16

Und Spiele haben die Lilien in den letzten Wochen reichlich verloren, in vier Partien im Jahr 2021 gab es noch keinen einzigen Punkt. In der Tabelle bedeutet das Platz 14 mit nur noch drei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz 16. "Wir wissen schon, was das für eine Situation ist. Aber jetzt in Panik zu geraten, macht auch keinen Sinn", so Holland.

Den Treffer zum 0:1 am Sonntag gegen Holstein Kiel (0:2) nahm er auf seine Kappe. Das Team sei aber intakt. "Wir glauben immer noch an den Plan, den wir haben", sagte Holland. "Ich sehe keinen auf dem Platz, der sich aufgibt."

Dass es schon am Mittwoch (18.30 Uhr) gegen jenen Tabellen-16. Sandhausen die nächste Chance auf Punkte gibt, kommt dem 30-Jährigen entgegen: "Für den Kopf ist es einfacher, wenn es direkt weitergeht."

Kempe will in der Rückrunde "vorangehen"

Nachdem der Kapitän vor einigen Tagen seinen Vertrag in Darmstadt verlängert hatte, zog nun auch sein Stellvertreter Tobias Kempe nach und unterschrieb bis 2023. "Jetzt will ich nach einer punktemäßig nicht zufriedenstellenden Hinrunde meinen Teil dazu beitragen und vorangehen, dass wir eine erfolgreiche Rückrunde spielen", so Kempe, der in allen Hinrunden-Spielen in der Startelf gestanden hatte und der beste Scorer des Teams ist.

Kempe sei "mit seinem Charakter und seiner Erfahrung ein absoluter Führungsspieler. Wir freuen uns sehr, dass wir nach unserem Kapitän nun auch seinen Stellvertreter weiterhin an uns binden konnten", lobte Sportchef Carsten Wehlmann.

Würzburg-Protest abgewiesen

Außerdem gab es am Montag eine weitere gute Nachricht für die Lilien: Das DFB-Sportgericht wies den Einspruch der Würzburger Kickers gegen die 0:2-Niederlage am Böllenfalltor vom 19. Dezember 2020 ab. Die Gäste waren damals nur mit 14 spielberechtigten Profis nach Darmstadt gereist und hatten das Ergebnis deshalb angefochten - ohne Erfolg.