Frust bei den Lilien

Dem SV Darmstadt 98 gehen vor dem Gastspiel beim 1. FC Heidenheim die Spieler aus. Im Sturm fehlt Toptorjäger Serdar Dursun, noch dramatischer ist die Lage in der Abwehr. Immerhin könnte ein Neuzugang dabei sein.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Darmstadt 98 verpflichtet Kölner Clemens

Christian Clemens im Trikot des 1. FC Köln
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Nach zwei Niederlagen zum Jahresbeginn peilt der SV Darmstadt 98 am Sonntag (13.30 Uhr) endlich den ersten Punktgewinn im neuen Jahr an. Das Team von Trainer Markus Anfang reist zum 1. FC Heidenheim. Ob wirklich alle Plätze im Mannschaftsbus gefüllt werden können, ist derzeit aber stark zu bezweifeln. "Klar ist es schwierig, wenn du permanent wechseln musst und wenn Spieler auf Positionen spielen, auf denen sie nicht wirklich zuhause sind", sagte Anfang am Freitag. "Aber wir jammern nicht, Verletzungen gehören dazu."

Anfang muss die Abwehr umbauen

Ein löblicher Ansatz, die aktuelle Ausfallliste der Lilien hat es aber durchaus in sich: Neben den Langzeitverletzten Mathias Wittek und Victor Pálsson wird auch Serdar Dursun erneut pausieren müssen. Der mit neun Treffern torgefährlichste Darmstädter hat seinen Muskelfaserriss noch nicht auskuriert und steht nicht zur Verfügung. Mögliche Ersatzkandidaten: Aaron Seydel oder Felix Platte. So weit, so bitter.

Richtig ernst wird es aber in der Defensive: Rechtsverteidiger Matthias Bader, der in den beiden vergangenen Spielen im linken Mittelfeld aushalf, verpasste wegen eines Pferdekusses die komplette Trainingswoche. Linksverteidiger und Kapitän Fabian Holland darf nach seiner Gehirnerschütterung zwar wieder trainieren. "Aber da müssen wir aufpassen", so Anfang. Hinzu kommen die Innenverteidiger Immanuel Höhn (Knie) und Lars Lukas Mai (Fuß), die beide über Schmerzen klagen. "Da müssen wir abwarten."

Clemens kommt aus Köln

Heißt: Anfang muss wieder einmal improvisieren und setzt dabei vor allem auf die Mentalität seines Teams. "Wir müssen dagegenhalten. Und wir werden alles dafür tun, dass wir dort ein gutes Spiel abliefern." Wie wichtig das wäre, zeigt ein Blick auf die Tabelle: Die Südhessen sind nur noch fünf Punkte vom Abstiegs-Relegationsplatz entfernt. Wie schwierig das wird, zeigt ein Blick auf die Statistik: Gegner Heidenheim ist seit 20 Spielen im eigenen Stadion ungeschlagen. "Das ist schon eine Hausnummer", so Anfang.

Bei so viel schlechten Nachrichten gab es am Freitag aber auch immerhin noch einen Lichtblick: Die Lilien haben sich mit Christian Clemens vom 1. FC Köln verstärkt und damit in der Offensive noch einmal zugelegt. Der Außenbahnspieler kennt Coach Anfang aus gemeinsamen Zeiten in Köln bestens und brennt auf sein Debüt. Ob er schon in Heidenheim zum Aufgebot zählt, ist derzeit noch offen. Platz genug wäre wohl da.

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