Elektriker in der Kabine, nur noch acht Mann auf dem Platz und lange Nachspielzeiten - Torsten Lieberknecht vom SV Darmstadt 98 berichtet von der ganz eigenen Dynamik der Spiele in Regensburg. Und von seinen etwas anderen Winterplänen.

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Lieberknecht spricht über kuriose Spiele in Regensburg

Torsten Lieberknecht
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Torsten Lieberknecht muss nicht mehr groß auf Geschenkesuche gehen. "Ich bin das Geschenk", meinte der Trainer der Lilien auf der Pressekonferenz mit einem Lachen. Sollte er doch noch umdisponieren, könnte die Zeit bis zum Fest knapp werden. Nicht nur, weil die Darmstädter am Montag noch eine Schlussbesprechung vor dem Urlaub abhalten, sondern auch, weil der Arbeitstag am Sonntag beim Spiel in Regensburg (13.30 Uhr) sicher Überstunden verlangen wird.

"In Regensburg dauern die Spiele manchmal länger. Es wird ein arbeitsreicher Tag - auch für den Schiedsrichter", erklärte Lieberknecht und erinnerte sich an ein Spiel mit Braunschweig beim SSV Jahn, in dem am Ende nur noch acht seiner Spieler auf dem Platz standen. Im August 2010 war zudem Lieberknechts heutiger Trainer-Kollege Mersad Selimbegovic mit Rot vom Feld geschickt worden. Und dann gab es im alten Stadion der Regensburger die Besonderheit, dass der Lichtschalter für das Flutlicht in der Gästekabine zu finden war. So wuselten schon einmal während der Teambesprechung die Lichtmeister umher.

Wie wollen die Lilien Luca Pfeiffer ersetzen?

Ohne Frage wird Regensburg auch an diesem Wochenende ein anspruchsvolles Auswärtsspiel, der Darmstadt-Coach spricht voller Hochachtung von "einer großen Mannschaft" und "2. Liga pur". Die Hausherren hatten mit ihrer Eingespieltheit und Fitness einen beachtlichen Saisonstart hingelegt und dabei nicht nur die Lilien im Hinspiel, sondern auch Schalke mit 4:1 geschlagen. Zuletzt waren sie in der Tabelle jedoch etwas abgerutscht. "Wir müssen immer ans Limit gehen", weiß Lieberknecht, der bis zum Anpfiff noch einen "Denksport" bei der Aufstellung zu bewältigen hat.

Klaus Gjasula fehlt gesperrt, Luca Pfeiffer ist verletzt und Mathias Honsak leidet an Knieschmerzen. Letzteren könnten Emir Karic oder Braydon Manu ersetzen, beim Sechser Gjasula könnte Fabian Holland vorrücken. Doch wie soll die Lücke von Sturmtank Pfeiffer gefüllt werden? Möglich, dass wieder Aaron Seydel in den Angriff geht - oder aber, dass Lieberknecht auf 4-2-3-1 umstellt und Marvin Mehlem als Zehner hinter Phillip Tietz beordert. "Es kann auch sein, dass wir die Grundordnung verändern", deutete der Coach am Freitag an.

So könnte Darmstadt 98 in Regensburg spielen:

So könnten die Lilien in Regensburg spielen.

Lieberknecht stellt klar: Keine Wintertransfers geplant

Viele Gedanken wird er sich auch über die Feiertage rund um die Lilien machen. Gerade mal ein freier Tag bliebe ihm, erzählte Lieberknecht. Zu Hause würden sowieso Frau und Kinder auch nach Darmstadt 98 und möglichen Transfers fragen. "Die sollen dann Carsten Wehlmann anrufen."

Das braucht die Familie aber wohl kaum, weil die 98er nicht aktiv nach Verstärkungen im Winter suchen. Vielmehr, so berichtete es der Coach, ginge es nun um mögliche Vertragsverlängerungen. "Die Mannschaft hat sich dieses Vertrauen verdient", meint Lieberknecht. So hat auch er immerhin eine Sorge weniger.

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