André Leipold bei einem internen Testspiel der Lilien

Winter-Neuzugang André Leipold schwärmt von der Atmosphäre bei Darmstadt 98. Von der ersten Kontaktaufnahme von Trainer Lieberknecht war der 20-Jährige allerdings etwas überrumpelt.

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Von der Dusche in die 2.Liga: Wie André Leipold zu den Lilien kam

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Von der Regionalliga Bayern in den Aufstiegskampf der zweithöchsten deutschen Spielklasse - das konnte sich André Leipold bis vor wenigen Wochen selbst nicht vorstellen. Bis er Lilien-Trainer Torsten Lieberknecht persönlich am Telefon hatte. "Ich bin gerade aus der Dusche raus und habe gesehen, dass mein Handy geklingelt hat und dann hat er gesagt 'Hallo, hier ist Torsten Lieberknecht.' Ich wusste am Anfang aber gar nicht, wer das ist", berichtete der Offensivmann am Dienstag in einer Presserunde.

Lieberknecht führt Leipold persönlich herum

Lieberknecht überzeugte den überrumpelten Leipold schnell davon, ihn zu Darmstadt 98 holen zu wollen. Der 20-Jährige fuhr nach Südhessen, um sich alles anzusehen - und wurde vom Coach persönlich herumgeführt. Das alles hat Leipold nachhaltig beeindruckt. "Er ist ein sympathischer Typ, hat geredet wie ein Freund. Das fand ich gut." Kurz darauf unterschrieb er bis 2025.

Der Trainer hatte Leipold kurz nach seiner Verpflichtung als "Straßenkicker" bezeichnet. "Er hat mich mit Spielern wie Bellarabi verglichen", erzählte Leipold nun. Der neue Mann der Lilien war einst einige Jahre im Nachwuchsleistungszentrum von Red Bull Salzburg und wechselte dann zum FC Bayern München. "Dort habe ich mich nicht wohlgefühlt", sagt er heute. Über die Station Unterhaching ging es für ihn schließlich zu Wacker Burghausen und damit auch zurück zu seiner Familie, die dort in der Nähe wohnt.

"Da werde ich mich wohlfühlen"

Von der ist er nun jedoch wieder getrennt: Mit Papas Auto ging es nach Darmstadt - wo ihn gleich eine ähnliche Atmosphäre erwartete. "Es ist eine familiäre Mannschaft und ich bin auch eher ein Familientyp", schildert er seine ersten Eindrücke. "Ich hab am ersten Tag in der Kabine gleich gemerkt, dass die Jungs alle cool drauf sind. Da habe ich direkt gemerkt: Da werde ich mich wohlfühlen."

Ob der 20-Jährige bald auch erste Pflichtspiel-Minuten für die Lilien sammeln darf, bleibt abzuwarten. Denn in der Offensive, wo er sich auf allen Positionen zuhause fühlt, ist die Konkurrenz groß. "Ich will zeigen, was ich kann. Man muss sich halt integrieren und der Trainer entscheidet dann, wer spielt." Wahrscheinlich wird Lieberknecht seinen Straßenkicker langsam heranführen.