Darmstadt-Neuzugang Klaus Gjasula will vorangehen.

Klaus Gjasula soll dem von Coronafällen geplagten SV Darmstadt 98 auf Anhieb helfen. Der vom Hamburger SV gekommene Neuzugang lässt daran keine Zweifel und könnte schon am Sonntag seine Premiere feiern.

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Klaus Gjasula von Darmstadt 98
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Privat, so sagte der Mann, der in der Bundesliga einen Gelb-Rekord aufstellte, "bin ich ein ganz ruhiger Typ". Auf dem Feld ist bei Klaus Gjasula davon aber weniger zu sehen, Zweikämpfe suchen und Angriffe unterbinden stehen normalerweise auf dem Programm. Der Neuzugang des SV Darmstadt 98, der sich wohl auch in neuer Umgebung nicht vom Helm trennen und auf sein "Markenzeichen" setzen will, präsentierte sich bei seiner digitalen Vorstellungs-Pressekonferenz sehr gelassen und dennoch klar in seinen Aussagen. 

Gjasula hört auf sein Bauchgefühl

Gjasula kehrte dem Hamburger SV nach nur einer Saison mit 16 Pflichtspielen – verteilt auf rund 755 Minuten – den Rücken. "Das war der richtige Schritt für mich. Ich will in erster Linie spielen. Die Spielphilosophie passt vielleicht etwas besser zu mir, Darmstadt ist ein Arbeiterverein", erklärte der 31-Jährige. Die Entscheidung für die Südhessen fiel daher schnell: "Die Verantwortlichen haben mir das beste Gefühl vermittelt. Der Bauch hat mir gesagt, dass das der richtige Schritt ist. Deshalb bin ich auch da."

Die Zeit bei den Hanseaten bezeichnete er deshalb aber nicht als Fehler: "Der HSV war der bislang größte Klub in meiner Karriere. Aus persönlich schlechten Fußballspielen kann man vieles mitnehmen für die Zukunft." Er habe wertvolle Erfahrung gesammelt, die den Lilien helfen könnte.

In Darmstadt ist alles eine Nummer kleiner als in Hamburg

Das nächste Kapitel lautet nun also Darmstadt 98. Mathildenhöhe statt Elbphilharmonie, familiäre Atmosphäre statt Glamourfaktor: "Hamburg ist natürlich größer, aber das spielt keine Rolle. Ich bin hier, um Fußball spielen. In Darmstadt ist alles ein bisschen kleiner – klein, aber fein." Von Trainer Torsten Lieberknecht und der Mannschaft habe er bereits gute Eindrücke gesammelt: "Ich kann nichts Negatives äußern und ich bin zuversichtlich, dass das auch so bleibt."

Die "Anlaufschwierigkeiten", wie sie Gjasula mit Blick auf drei Pflichtspielniederlagen in Liga und Pokal bezeichnete, haben ihn nicht abgestoßen: "Das heißt noch lange nichts. Ich schaue positiv nach vorne, wir werden Ergebnisse und Siege einfahren." Er will den Lilien dabei ab sofort mithelfen, immerhin werden die Corona-Sorgen peu à peu kleiner.  

Klare Ansage von Gjasula: "Ich bin ready!"

Für das Duell gegen den ebenfalls noch punktlosen FC Ingolstadt am Sonntag (13.30 Uhr) sieht sich Gjasula jedenfalls gerüstet. "Auf jeden Fall, ich bin ready!" Er strebt dabei eine Führungsrolle an: "Ich will Gas geben und hereinwachsen. Die Leistung muss stimmen." Die Lilien werden solche Worte gerne hören beim Rennen um die ersten Zähler der Saison. 

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