Lilien-Kapitän Fabian Holland im Hinspiel in Fürth

Bei Darmstadt 98 sind vor der Partie gegen Aufstiegskandidat Greuther Fürth gleich mehrere wichtige Spieler fraglich. Besonders auf der Torwartposition droht ein Engpass.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Anfang: "Fürth wird die Initiative ergreifen"

Markus Anfang lacht
Ende des Audiobeitrags

Der SV Darmstadt 98 geht mit großen Personalsorgen am Freitag (18.30 Uhr) in das Spiel gegen die SpVgg Greuther Fürth. Besonders kritisch ist die Situation im Tor, nachdem sich Marcel Schuhen in der Schlussphase der Partie beim Hamburger SV an der Wadenmuskulatur verletzte. "Er ist bisher nur behandelt worden und hat noch keine Trainingseinheit mitmachen können", sagte Trainer Markus Anfang in der Pressekonferenz am Mittwoch. "Die Hoffnung auf einen Einsatz haben wir aber noch nicht aufgegeben."

Auch Holland und Palsson fraglich

Außerdem war in Florian Stritzel zuletzt einer der Ersatztorhüter mit einem Mittelhandbruch ausgefallen. "Er ist jetzt wieder im Training. Ich hoffe, dass die Hand keine Reaktion zeigt", meinte Anfang. Sollten beide ausfallen, würde wohl Carl Klaus zu seinem Saisondebüt kommen und ein U19-Torwart auf der Bank Platz nehmen.

Auch auf den anderen Positionen sieht es nicht gut aus. Innenverteidiger Patric Pfeiffer (Syndesmosebandverletzung) fällt definitiv aus. "Bis zum Saisonende steht er gar nicht mehr zur Verfügung stehen", verkündete Anfang. Dazu stehen die Einsätze von Kapitän Fabian Holland (Gesäßmuskel) sowie der Mittelfeldspieler Victor Palsson (Achillessehnenprobleme), Nicolai Rapp (Wadenprobleme) und Tim Skarke (Adduktorenbereich/Hüftbeuger) auf der Kippe. "Sie haben die ganze Woche nicht mittrainiert", berichtete der Coach.

Anfang: "35 Punkte werden nicht reichen"

Schlechte Vorzeichen also für das Spiel gegen Fürth. Dabei haben die Südhessen gute Erinnerungen an das Hinspiel, das sie 4:0 gewannen. "Sie haben viel individuelle Qualität im vorderen Bereich, können nachlegen und haben sich extrem weiterentwickelt", so Anfang über den kommenden Gegner. "Man sieht das Potenzial, was in dieser Mannschaft steckt. Sie stehen zu Recht da oben." Der Trainer geht davon aus, dass die Gäste im Spiel die Initiative ergreifen werden, um ihre Chance auf den Aufstieg in die Bundesliga zu wahren.

Bei seinem eigenen Team sieht er das Saisonziel noch nicht ganz erreicht. "Wir sind nach wie vor nicht gerettet. 35 Punkte werden nicht reichen", sagte er und bestätigte damit eine ähnliche Aussage seines Kapitäns Holland. Dieser hatte am vergangenen Wochenende in einer Medienrunde erklärt, dass er die Mannschaft noch im Abstiegskampf sehe. Die Darmstädter haben aktuell neun Punkte Vorsprung auf Relegationsplatz 16, wobei einige Konkurrenten im Tabellenkeller noch Nachholspiele auf dem Programm haben.