Fabian Holland am Ball

Wer hätte das vor der Saison gedacht? Mit Erzgebirge Aue kommt am Freitag eines der heißesten Teams der 2. Bundesliga nach Darmstadt. Bei den Lilien gab es für die Sachsen bislang aber nie etwas zu holen.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Holland: "Wissen, dass mit Aue ein starker Gegner kommt"

Fabian Holland vom SV Darmstadt 98.
Ende des Audiobeitrags

In Südhessen erinnern sich fast alle noch an dieses Spiel: Am 13. Mai 2018, am 34. Spieltag, machte Darmstadt 98 dank eines 1:0-Siegs gegen Erzgebirge Aue den Klassenerhalt fix und schickte den Gegner in die Relegation. Dem ausgelassenen Jubel der Südhessen stand der Zorn der Gäste entgegen, der sich vor allem gegen das Schiedsrichtergespann richtete.

Das hatte nämlich nicht nur ein Tor von Aue – obwohl der Ball von Romain Brégerie erst deutlich hinter der Linie geklärt wurde – aberkannt. Es hatte auch ein Handspiel von Felix Platte im SV98-Strafraum nicht gesehen und folglich Aue einen fälligen Elfmeter verwehrt.

Geänderte Vorzeichen

Am Freitag (18.30 Uhr) stehen sich die beiden Teams nun wieder in Darmstadt gegenüber, die Vorzeichen sind dieses Mal aber ganz andere. Auf Aues Trainerbank sitzt inzwischen kein Geringerer als Dirk Schuster, also jener Übungsleiter, der beim dramatischen 1:0-Sieg 2018 noch die Südhessen trainierte.

Die in den vergangenen Jahren immer gegen den Abstieg spielenden Veilchen haben sich etwas überraschend in der Spitzengruppe der 2. Liga festgebissen. Mit 18 Punkten liegen die Sachsen nur drei Zähler hinter Spitzenreiter Hamburg – und sieben vor den Darmstädtern. "Aue hat mächtig Schwung im Moment. Das ist eine spielstarke Mannschaft, mit viel Qualität", warnt dementsprechend Linksverteidiger Fabian Holland im Gespräch mit dem hr-sport.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Holland: "Da kommt ein geiles Spiel auf uns zu"

Fabian Holland vom SV Darmstadt 98.
Ende des Audiobeitrags

Aue steht für Torfestivals

Zuletzt besiegte Aue Absteiger Nürnberg in einem denkwürdigen Spiel mit 4:3. Im Schnitt fallen in einem Spiel mit Auer Beteiligung 3,4 Tore. "Da kommt ein richtiger Brocken und ein geiles Spiel auf uns zu", freut sich Holland dennoch auf die Überflieger aus Sachsen. Historisch gesehen hat er dazu auch allen Grund.

Nur ein Jahr nach dem dramatischen Liga-Finale 2018 war Aue nämlich erneut zum letzten Saisonspiel in Darmstadt zu Gast. Wieder gewannen die Lilien 1:0, dieses Mal aber ganz ohne "Hilfe" des Schiedsrichtergespanns. Es war der insgesamt dritte Sieg im dritten Heimspiel gegen Aue. Am Freitag soll Nummer vier folgen. Auch wenn die Sachsen dieses Mal der klare Favorit sind. "Die letzten Spiele haben immer gezeigt, wie eng es dann auch ist", erinnert Holland, der bei den vergangenen beiden Partien in der Startelf stand.