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Fritsch als Lilien-Präsident wiedergewählt

Lilien-Präsident Rüdiger Fritsch ist bei der Mitgliederversammlung im Amt bestätigt worden. Zuvor musste er den Mitgliedern jedoch von finanziellen Verlusten für den Verein berichten.

Rüdiger Fritsch bleibt Präsident des Darmstadt 98. Der 61-Jährige wurde am Montag auf der Mitgliederversammlung bei nur einer Enthaltung im Amt bestätigt.

Insgesamt waren 177 stimmberechtigte Mitglieder anwesend. Diese hatten zuvor mit großer Mehrheit einer Satzungsänderung zugestimmt, wonach sich die Amtszeit künftig von zwei auf drei Jahre verlängert. Fritsch, der seit diesem Jahr auch im Aufsichtsrat der Deutschen Fußball Liga sitzt, führt den Verein seit 2012. Wie Fritsch wurden auch die weiteren Präsidiumsmitglieder Anne Baumann, Volker Harr, Markus Pfitzner und Wolfgang Arnold wiedergewählt.

SVD macht fast zwei Millionen Euro Verlust

Zuvor hatte Fritsch auf der Mitgliederversammlung mitgeteilt, dass Darmstadt 98 die vergangene Saison erstmals seit der Rückkehr in den Profi-Fußball mit einem finanziellen Verlust abgeschlossen hat. Aufgrund der Corona-Pandemie und der rückläufigen TV-Einnahmen verbuchte der Verein demnach ein Minus von 1,98 Millionen Euro nach Steuern.

Der Gesamtumsatz in der Spielzeit 2021/22 belief sich auf 26,90 Millionen Euro. Das Eigenkapital betrug zum 30. Juni dieses Jahres 18,33 Millionen Euro. "Wir sind durch unsere gebildeten Rücklagen wirtschaftlich unverändert stabil aufgestellt", sagte Fritsch, der zugleich die rasante Entwicklung des Vereins in den vergangenen zehn Jahren betonte. "Allein in der Infrastruktur ging es von 0 auf 100. Wir sind von einem Amateur- zu einem ernst zu nehmenden Profiverein geworden."