Mathias Honsak

Wenn der SV Darmstadt 98 am Wochenende bei Erzgebirge Aue antritt, könnte Mathias Honsak zur Schlüsselfigur werden. Der Flügelspieler hat gute Erinnerungen an die Sachsen. Und die Lilien hätten ein Erfolgserlebnis dringend nötig.

Mathias Honsak lächelt, er überlegt einen kurzen Moment – und antwortet dann maximal knackig: "Nein." Der Offensivakteur des SV Darmstadt 98 sieht sich selbst nicht als Experte für Spiele gegen den FC Erzgebirge Aue. Außergewöhnlich gute Erinnerungen an ein Match gegen die Sachsen hat er dennoch.

Honsak: Lieblingsgegner gibt es nicht

Am 15. März 2019, der heute 23-Jährige schnürte seine Fußballschuhe damals noch für Holstein Kiel, lieferte er eines der besten seiner bislang 55 Zweitliga-Spiele ab. Die KSV fertigte Aue mit 5:1 ab, festigte damit Tabellenrang fünf. Torschütze und zweifacher Vorlagengeber: Mathias Honsak.

"Ich habe da ein gutes Spiel gemacht, das will ich natürlich für Darmstadt auch wieder machen", richtet er den Blick von der Vergangenheit in die nahe Zukunft, die die Lilien am Sonntag (13.30 Uhr) ins Erzgebirgsstadion führt. "Aber ob das mein Lieblingsgegner ist? Den gibt es für mich eigentlich nicht. Ich versuche, gegen jeden Gegner meine beste Leistung rauszuholen."

0:4 gegen Paderborn: Analysiert – aber auch abgehakt?

Definitiv nicht gelungen ist ihm genau das allerdings im Heimspiel gegen Paderborn vor rund eineinhalb Wochen. Ein Urteil, das zweifelsfrei für die gesamte Mannschaft gilt, denn beim 0:4 gegen die Ostwestfalen lief aus Sicht des SV98 überhaupt nichts nach Plan.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Anfang: "Schlechteste Halbzeit, die ich hatte"

Lilien-Trainer Markus Anfang steht vor seinem Pflichtspieldebüt.
Ende des Audiobeitrags

Weder für das komplette Team von Trainer Markus Anfang, das die ersten drei Gegentore in nur 25 Minuten kassierte, noch für Honsak persönlich, der nach Nicolai Rapps Platzverweis (41. Spielminute) zur zweiten Halbzeit ausgewechselt wurde. "Wir haben es einfach schlecht gemacht, hatten keinen guten Tag", sagt Honsak ohne Umschweife. "Wir hatten viele technische Fehler und konnten uns vorne überhaupt nicht durchsetzen."

Darmstadt kann und muss wieder mehr Offensive wagen

Alles miesepetrig also in Südhessen? Auch hier würde Honsak wohl wieder mit einem entschiedenen "Nein" antworten. Geht es nach dem Österreicher, haben sich die Lilien in der langsam zu Ende gehenden Länderspielpause vom Paderborn-Schock erholen können: "Wir konnten die Köpfe abschalten und uns neue Kraft holen. Wir haben bereits gute Spiele gezeigt, daran wollen wir wieder anknüpfen."

Beim 3:2 in Nürnberg sowie beim 4:3 in Karlsruhe feierten die Darmstädter nicht nur ihre bislang einzigen zwei Saisonsiege – in diesen Spielen überzeugten sie mitunter auch durch ansprechende Offensivleistungen. "Wir wollen wieder konsequenter sein, nach vorne spielen", pocht Honsak deshalb auf mehr Offensivpower.

"Müssen wieder unsere Stärken einbauen"

"Aue wird zuhause alles geben, das wird ein schwieriges Spiel. Wir müssen da wieder unsere Stärken einbauen", fordert der 23-Jährige. Und wer weiß: Vielleicht wird er am Sonntag wieder seinem Ruf als Experte für Spiele gegen Aue gerecht.