Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis

Der SV Darmstadt 98 steht vor einem harten Jahres-Endspurt. Gegen Hannover 96 wollen die Lilien für einen stressfreien Auftakt in die Adventszeit sorgen.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Grammozis: "Da lacht mein Herz"

Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis freut sich über einen wichtigen Sieg.
Ende des Audiobeitrags

Nein, sonderlich gestresst wirkte Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis angesichts des harten Restprogramms seiner Mannschaft nicht. "Die Adventszeit wird für mich unruhig, weil ich Geschenke kaufen muss. Das ist für mich Stress genug", scherzte der 41-Jährige vor dem Spiel gegen Hannover 96. Die sportliche Situation mit dem kommenden Mammutprogramm sei für ihn "eher positiv", so Grammozis. Die Lilien-Devise bis Weihnachten ist also klar: Geschenke kaufen anstatt Geschenke zu verteilen. Andernfalls, das weiß auch Grammozis, steht den Hessen eine turbulente Weihnachtszeit bevor.

Das Spiel gegen Hannover 96 am Montagabend (20.30 Uhr) ist nämlich der Auftakt eines Restprogramms, das knackiger nicht sein könnte. Die verbleibenden drei Heimspiele müssen die Lilien gegen die drei Top-Teams aus Bielefeld, Stuttgart und Hamburg bestreiten, hinzu kommt das Auswärtspiel beim Konkurrenten im Tabellenkeller aus Wiesbaden. Bei aktuell nur noch drei Punkten Abstand zum ersten direkten Abstiegsplatz und nur einem Punkt Vorsprung auf den Relegationsrang, den aktuell Hannover inne hat, droht den Hessen ein frostiges Klima unter dem Weihnachtsbaum.

"Bei den Namen, die noch kommen, geht mir doch das Herz auf"

Drei Punkte bei den Niedersachsen würden dafür Sorgen, dass Grammozis und Co. ein wenig entspannter zum Weihnachtsshopping gehen könnten. Das wird schwer genug. Die Hannoveraner sind, auch wenn sie sich in der laufenden Saison nicht oft so präsentieren, ein Bundesligaabsteiger mit der entsprechenden Qualität. Hinzu kommt die große Unbekannte des Trainerwechsels. "Hannover ist nicht so gestartet, wie sie es sich vielleicht gewünscht haben. Aber die werden nach dem Trainerwechsel ein anderes Gesicht zeigen", sagte Lilien-Profi Patrick Herrmann mit Blick auf die Verpflichtung von Kenan Kocak dem hr-Sport.

Ähnlich sah es auch Grammozis: "Ich denke, dass der Trainerwechsel seinen Effekt hat. Es ist schwieriger, weil man nicht weiß, wie der Gegner spielt." Dennoch ist der Trainer bemüht, positiv ins Spiel zu gehen. Er freue sich auf "einen guten Gegner, ein Bundesliga-Stadion und Bundesliga-Verhältnisse." Gleiches gelte auch für die Brocken zur Adventszeit. "Bei den Namen, die noch kommen, geht mir doch das Herz auf", so Grammozis. Und wer weiß, vielleicht bekommt er ja von seiner Mannschaft das ein oder andere verfrühte Weihnachtsgeschenk.