Die Situation bei Darmstadt 98 spitzt sich zu, besonders die zweite Halbzeit gegen Karlsruhe gibt Anlass zur Sorge. Der Sportliche Leiter Carsten Wehlmann will Trainer Anfang nicht anzählen und appelliert stattdessen an das gesamte Team.

Audiobeitrag

Audio

Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Wehlmann: "Es muss jedem bewusst werden, dass wir im Abstiegskampf sind"

Enttäuschung bei Carsten Wehlmann nach dem 0:1 von Darmstadt gegen den KSC
Ende des Audiobeitrags

In den vergangenen Wochen hatte Darmstadt 98 häufig Pech, beim 0:1 gegen Karlsruhe am Freitagabend war dagegen kein Aufbäumen zu sehen. Auch der Sportliche Leiter Carsten Wehlmann schlägt nun Alarm.

Spieler und Trainer müssen liefern

"Es geht darum, dass wir wissen, dass wir im Abstiegskampf sind", sagte er in einer Medienrunde am Samstag und setzte die Betonung auf "Kampf". "Es geht darum, auch mal ekliger zu sein als der Gegner. Wenn ich mir so manche Szenen in der zweiten Halbzeit angucke, frage ich mich, warum wir nicht an den Ball gekommen sind. Auch wenn man Nackenschläge kriegt, kann man eine gewisse Aggressivität an den Tag legen."

Auf die Frage, ob Trainer Markus Anfang zur Disposition stehe, antwortete Wehlmann mit einem knappen "Nein", nahm den Coach aber gemeinsam mit allen anderen in die Pflicht. "Letztlich geht es halt darum, dass wir alle gemeinsam schauen, wie wir dagegen ankämpfen können. Und damit meine ich alle: der Verein, das Trainerteam, die sportliche Führung und insbesondere auch die Mannschaft."

Im Training laut, im Spiel leise

Im Spiel gegen Karlsruhe sei es ihm zu leise gewesen, so der Sportliche Leiter, der weiß, dass das Team auch anders kann. "Im Training ist es durchaus laut, sehr laut zum Teil." Wie Wehlmann hatte auch Anfang bereits direkt nach der bitteren Niederlage am Freitagabend das Training als Schlüssel für die kommenden Aufgaben ausgemacht: "Wir sind in einer schweren Situation. Eines ist klar, wir müssen uns alles schon im Training knüppelhart erarbeiten."

Und so lässt sich Wehlmann die Zuversicht nicht nehmen. "Wir trauen den Jungs das zu, die Qualitäten haben sie schon nachgewiesen", sagte er. Wie prekär die Situation nach dem 23. Spieltag sein wird, hängt von den Ergebnissen der Konkurrenz ab, die zum Teil erst am Sonntag im Einsatz ist. Mit 25 Punkten liegen die Lilien aktuell fünf Punkte vor dem Relegationsplatz 16, die Formkurve zeigt mit nur einem Sieg aus den vergangenen fünf Spielen deutlich nach unten.

Nächste Chance Paderborn

Ob Spieler und Trainer den von Wehlmann beschworenen Kampf annehmen, können sie bereits am kommenden Freitag (18.30 Uhr) zeigen: Dann ist Darmstadt beim SC Paderborn zu Gast.