Markus Anfang

Chancenwucher, Last-Minute-Gegentore, Tabellenlatz 12: Es hakt beim SV Darmstadt 98. Vor dem Nachholspiel gegen den VfL Osnabrück zeigt sich Lilien-Coach Markus Anfang kämpferisch.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Anfang: "Es ist halt ärgerlich"

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Vier Spiele, fünf Punkte, Tabellenplatz 12: Der fußballerische Herbst des SV Darmstadt 98 ist ähnlich grau und trist wie das Wetter. Der letzte Nackenschlag: Das bittere Last-Minute-Remis gegen St. Pauli in der 97. Minute. Entsprechend bedient war Lilien-Trainer Markus Anfang nach der Partie: "Es ist enttäuschend, weil wir uns schon ausgemalt haben, dass wir in den ersten Spielen mehr Punkte holen können."

Die gute Nachricht für Anfang und Co.: Der Wetterumschwung, um mal im Bild zu bleiben, ist nur eine Englische Woche entfernt. In einer engen Liga hat der VfL Bochum auf Platz fünf nur drei Punkte, aber auch ein Spiel mehr. Ein Sieg im Nachholspiel in Osnabrück am Mittwoch (18:30 Uhr), dann am Sonntag in Karlsruhe nachlegen: Und schon würde aus dem tristen Herbst ein goldener Darmstädter Oktober.

"Die Englische Woche tut uns gut"

Ein Selbstläufer wird das jedoch nicht, das weiß auch Anfang. "Osnabrück ist eine Mannschaft, die sehr leidenschaftlich verteidigt und verschiedene Grundordnungen spielen kann", so Anfang auf der Pressekonferenz vor der Partie, die wegen Corona-Fällen beim Gegner verschoben wurde. Vor allem aber muss seine Mannschaft die eigenen Problemchen in den Griff bekommen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Anfang: "Werden auf der einen oder anderen Position reagieren"

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Und wo die liegen, ist klar. Schon beim Saisonauftakt gegen Sandhausen ließen die Lilien zahlreiche Chancen liegen, im zweiten Spiel gegen Regensburg ebenso. Auch beim Last-Minute-Remis gegen St. Pauli hätten die Hessen den Deckel draufmachen müssen, verspielten aber ihre 2:0-Führung. "Wir bekommen die Chancen, wir erspielen uns die Chancen, aber wir müssen vor dem Tor konsequenter damit umgehen", so Anfang, der sich kämpferisch gibt: "Wir wollen beweisen, dass wir es besser können. Daher tut die Englische Woche gut."

"Werden auf der einen oder anderen Position reagieren"

Das erhoffte Erfolsgrezept: Die Rotation. Personell kann der Coach dabei aus dem Vollen schöpfen – und wird wohl frische Kräfte bringen. "Wir müssen gucken, wie wir in der Englischen Woche die Belastung verteilen. Ich glaube, dass wir auf der ein oder anderen Position reagieren werden." Vielleicht platzt ja dann endlich der Knoten und sein Team zeigt die nötige Ausgeruhtheit vor dem Tor. Damit aus dem tristen Darmstädter Herbst nicht ein ungemütlicher Winter wird.