Torsten Lieberknecht feiert mit seinen Spielern nach dem Sieg gegen Heidenheim.

Darmstadt 98 bleibt weiterhin das Überraschungsteam der Zweiten Liga. Trainer Torsten Lieberknecht äußert sich nun zu den Aufstiegsambitionen der Lilien und zum Binnenverhältnis im Klub.

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Lieberknecht: "Kopf frei bekommen für den Endspurt"

Torsten Lieberknecht
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Darmstadts Trainer Torsten Lieberknecht hat sich zu den Aufstiegsambitionen der Lilien geäußert. "Der Wunsch nach dem Aufstieg ist da. Viele hier wissen aber auch, dass er eine unglaubliche Leistung wäre. Der Wunsch ist größer als der Druck", sagte er im Gespräch mit hr-iNFO. Gleichzeitig betonte Lieberknecht, sich über eine bestimmte Platzierung eher zu ärgern als zu freuen: "Auf den vierten Tabellenplatz würde ich gerne verzichten, weil er so nah an den Aufstiegsrängen liegt. Das ist die Holz-Medaille."

Die Darmstädter nutzen gerade die Länderspielpause, um sich zu erholen - auch von den vielen Corona-Infektionen. Eine zweistellige Personenanzahl sei im direkten Mannschaftsumfeld positiv getestet worden, hatte der Klub am Mittwoch mitgeteilt. Für die Lilien geht es am 2. April mit dem Heimspiel gegen Holstein Kiel weiter.

Lieberknecht: "Wir haben eine starke Grundkondition"

Ohnehin hatte Trainer Lieberknecht die Pause zur Regeneration nutzen wollen. "Wir haben eine sehr, sehr starke Grundkondition. Jetzt gerade ist es wichtig, sich zu erholen und mal den Kopf frei zu bekommen für den Endspurt."

Lieberknechts Mannschaft liegt derzeit mit 48 Zählern auf Rang drei, der zur Relegation berechtigen würde. "Das war mit Sicherheit nicht erwartbar, vor allem wenn man die Anfänge der Saison bedenkt: Wir hatten Corona-Ausfälle, mussten neue Spieler integrieren. Außerdem gab es die Furcht, dass man keine neue Achse findet. Und: Wir haben die Spielart verändert." Im Laufe der Saison sei die Mannschaft aber in einen Lauf gekommen.

Arbeit im Klub "immer auf Augenhöhe"

Der Coach äußerte sich auch zur Zusammenarbeit innerhalb des Klubs, beispielsweise mit dem Sportlichen Leiter Carsten Wehlmann: "Unsere Zusammenarbeit ist offen-kritisch, zielführend, lustig und vor allem immer auf Augenhöhe. Das ist eine Arbeitsweise, die mir sehr gut gefällt."