Dursun

Darmstadt 98 gewinnt mit 4:1 gegen Erzgebirge Aue. Der Mann des Tages ist wieder einmal Serdar Dursun, dem in seinem 150. Zweitligaspiel ein Dreierpack gelingt.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lilien gewinnen gegen Erzgebirge Aue

Serdar Dursun war auch gegen Aue der überragende Mann.
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Ein kaltschnäuziger Serdar Dursun hat Darmstadt 98 zum 4:1-Heimsieg über Erzgebirge Aue geführt. Dursun erzielte seine Saisontore 13 bis 15 (4./27./68.). Aues Dimitrij Nazarov stellte per Handelfmeter (79.) den 3:1-Anschluss her, bevor Mathias Honsak in der 90. Minute einen Konter zum Endstand veredelte.

Kalter Abschluss, Kopfball und Distanzschuss von Dursun

Dursun zeigte gegen Aue die ganze Bandbreite seines Könnens: Beim ersten Treffer schloss er handlungsschnell mit einem Kontakt ab, beim zweiten köpfte er den Ball nach einer Flanke ins lange Eck und beim dritten traf er mit einem satten Schuss aus der Distanz. Der Mittelstürmer wächst derzeit nicht nur über sich, sondern wohl auch über Darmstadt hinaus. Dursuns Vertrag läuft im Sommer aus, seine Zukunft liegt wohl nicht in Darmstadt.

Offensivpressing der Lilien zahlt sich aus

Das 3:0 klingt allerdings klarer, als es das Spiel gerade in der ersten Halbzeit hergab. Der SVD ging früh in Front, hatte allerdings bei mehreren Gelegenheiten der Gäste viel Glück. In der zweiten Halbzeit allerdings brachte die Mannschaft von Markus Anfang aus einer kompakten Defensive das Spiel nach Hause.

Die Lilien gingen gleich von Beginn an ins Offensivpressing und wurden bereits in der vierten Minute dafür belohnt: Nicolai Rapp erkämpfte auf der linken Seite nahe am Strafraum den Ball und legte nach außen auf Mathias Honsak. Dessen Hereingabe verwertete der freistehende Dursun zum 1:0.

Honsak mit einem sehr agilen Auftritt

In der 27. Minute köpfte Dursun dann eine Freistoßflanke von Tim Skarke ins lange Eck zur 2:0-Führung. Der Mittelstürmer zeigte nicht nur seine Abschlussstärke, sondern arbeitete auch immer wieder gut fürs Team zurück. Der agile Honsak auf links sowie der trickreiche Skarke schafften immer wieder wichtige Räume für den Torjäger.

Für die Gäste mit dem ehemaligen Lilien-Trainer Dirk Schuster wirkte die erste Halbzeit wie ein böser Darmstadt-Fluch: Denn noch nie hatten sie in der 2. Bundesliga am Böllenfalltor getroffen. Und auch am Samstag vergaben sie beste Gelegenheiten. Pascal Testroet scheiterte allein drei Mal in aussichtsreicher Position (25., 30., 36.).

Überzahl nach einer Stunde

Für die Lilien rettete einmal Ersatzkapitän Marcel Schuhen und in der 30. Minute die Querlatte. Darmstadt konnte sich glücklich schätzen, mit einer 2:0-Führung in die Pause zu gehen. Nach der frühen Führung hatte sich die Mannschaft weit zurückgezogen, gegen den Ball stellte sie sich im 4-4-2 auf.

Ab der 59. Minute war Darmstadt in Überzahl - der bei Aue eingewechselte Louis Samson sah die gelb-rote Karte. Acht Minuten später gewann Victor Palsson den Ball in der eigenen Hälfte, Dursun schloss aus der Distanz zum 3:0 ab. Palsson verschuldete später einen Handelfmeter, den Aues Dimitrij Nazarov zum 1:3-Ehrentreffer nutzte. Es war Aues erster Treffer in Darmstadt.

Den Schlusspunkt setzte Honsak kurz vor Schluss nach einem Konter zum 4:1. Der Außenstürmer krönte damit eine starke Vorstellung. Er wurde danach mit Dursun ausgewechselt - damit gingen die beiden Wegbereiter des Darmstädter Kantersieges, der zwei Tore zu hoch ausfiel.

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Darmstadt 98 – Erzgebirge Aue 4:1 (2:0)

Darmstadt: Schuhen - Herrmann, Höhn, Pfeiffer, Stanilewicz - Palsson, Rapp (75. Kempe) - Skarke (75. Clemens), Mehlem (69. Schnellhardt), Honsak (90. Berko) - Dursun (90. Platte)
Aue: Männel - Breitkreuz, Gonther (14. Samson), Ballas, Bussmann - Strauß, Gnjatic (46. Baumgart) - Rizzuto (72. Majetschak), Nazarov, Krüger (77. Jonjic), Testroet (72. Zulechner)

Tore: 1:0 Dursun (4.), 2:0 Dursun (27.), 3:0 Dursun (67.), 3:1 Nazarov (79./HE), 4:1 Honsak (90.)

Gelbe Karten: Höhn, Palsson, Rapp / Testroet
Gelb Rot: Samson (59.)
Schiedsrichter: Willenborg (Osnabrück)

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