Fabian Holland

Lilien-Kapitän Fabian Holland musste vor einigen Jahren am Herzen operiert werden. Umso schockierter war er beim Zusammenbruch von Dänemarks Christian Eriksen. In einer Medienrunde sprach Holland auch über den neuen Trainer und einen deutschen Gegner.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Holland über Ungarns Kleinheisler: "Ein bisschen verrückt"

Fabian Holland gegen Laszlo Kleinheisler (l.)
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Darmstadts Kapitän Fabian Holland hat sich nach dem Trainingsbeginn in einer Medienrunde über den neuen Coach, den Schock über Christian Eriksens Zusammenbruch und einen Ex-Kollegen vor dem Spiel gegen Deutschland geäußert. Holland geht in seine achte Saison in Darmstadt und zeigte sich daher unbeeindruckt von den vielen personellen Wechseln am Bölle.

"Der Trainerwechsel kam für uns schon überraschend. Das ist im ersten Moment nicht schön, aber es ist jetzt eine neue Herausforderung", so Holland. Zu den namhaften Abgängen im Kader sagte er: "Ich bin da nicht beunruhigt. Wir kennen das alle, es ist Jahr für Jahr das Gleiche. Ich bin ja auch schon länger dabei. Wir sind alle ganz ruhig und vertrauen auf die Arbeit des Vereins."

Die Außen sollen nun torgefährlicher werden

Der neue Trainer Torsten Lieberknecht habe dem Team mitgegeben, dass er nicht alles umkrempeln wolle. "Die eine oder andere Sache will er beibehalten. Trotzdem wird er natürlich auch seine eigenen Ideen einbringen." Eine davon lautet, die Torgefährlichkeit zu splitten, um so den Weggang von Toptorschütze Serdar Dursun zu kompensieren. "Der Ansatz vom Trainer ist es, das Ganze ein bisschen mehr aufs Team zu verteilen. Die Spieler über außen oder im Zentrum können dann noch torgefährlicher werden."

Zumindest vom ersten Eindruck her sind die Einheiten unter Lieberknecht noch nicht so fordernd wie im vergangenen Jahr unter Markus Anfang. "Letztes Jahr war es unter Markus (Anfang) schon ziemlich viel, was wir uns erarbeiten mussten. Da musste man erst einmal reinkommen. Das geht jetzt unter dem neuen Trainer vielleicht schneller. Genaueres werden wir im Trainingslager sehen."

Holland: "Bei Eriksens Zusammenbruch kamen mir die Tränen"

Einen Schockmoment musste Holland im Urlaub erleben, als er vor dem Fernseher sah, wie Dänemarks Christian Eriksen im EM-Spiel gegen Finnland auf dem Platz zusammenbrach. Holland musste selbst 2017 am Herzen operiert werden. "Ich lag da im Bett und mir sind direkt die Tränen bekommen. Ich weiß nicht, ob das so gut war, dass man diese Bilder im Fernsehen sehen konnte. Wenn man an die Familienangehörigen denkt, die das mitverfolgen müssen, dann ist es schon heftig."

Parallelen zu seinem Fall wollte Holland nicht ziehen - und auch keine Ratschläge an Eriksen weitergeben. "Bei mir war es nicht ganz so extrem. Ich will ihm da auch nichts mit auf den Weg geben. Er wird selbst auf seine Ärzte und seine Familie hören. Damit ist nicht zu spaßen und man kann von Glück sagen, dass die Hilfe so schnell vor Ort war."

Holland: "Kleinheisler schon ein bisschen verrückt"

Ein anderes Spiel der EM-Endrunde wird Holland allerdings mit Freude verfolgen. Am Mittwoch spielt Deutschland gegen Ungarn - und bei den Gästen steht ein alter Weggefährte aus Darmstadt in der Startelf: Laszlo Kleinheisler. Dessen sportliche Qualitäten umschrieb Holland so: "Er hatte einen sehr guten Schuss auf jeden Fall, ein gutes Dribbling und war sehr spielstark."

Auch außerhalb des Rasens hatte der Ungar seine Besonderheiten: "Manchmal war er auch ein bisschen verrückt im Kopf, was im Fußball nicht so verkehrt ist", berichtete Holland. "Er hat immer viele Späße gemacht und war lustig drauf."