Profis des SV Darmstadt 98 nach der Pleite in Osnabrück

Nach dem guten Saisonstart geht der SV Darmstadt 98 beim Auswärtsspiel in Osnabrück komplett baden. Trainer Dimitrios Grammozis und Kapitän Fabian Holland finden deutliche Worte, blicken aber auch nach vorne.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lilien-Kapitän Holland: "Wir waren nie auf dem Platz"

Holland zu Sieg gegen Magdeburg
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Sieg in der ersten Runde des DFB-Pokals, vier Punkte aus den ersten zwei Liga-Spielen: Der Saisonauftakt des SV Darmstadt 98 war bis zum Montagabend blendend. Wodurch die deftige 0:4-Klatsche beim VfL Osnabrück zum Abschluss des dritten Spieltags für die Lilien umso überraschender kam - und die Südhessen hinterher entgeistert zurückließ. "Wir haben heute richtig auf die Schnauze bekommen", bekannte Kapitän Fabian Holland.

So ein Einbruch, so ein kollektives Versagen hätte bei den Lilien nach den Siegen in Oberneuland im Pokal und gegen Kiel niemand erwartet. "Wir waren von der ersten bis zur letzten Minute nie auf dem Platz. Wir haben nie das gezeigt, was Darmstadt 98 ausmacht. Dann bekommt man hier so auf die Fresse", schimpfte Holland. Trainer Dimitrios Grammozis blies ins gleiche Horn: "Wir hatten nicht den Biss und die Aggressivität, die uns in den letzten Spielen ausgezeichnet haben."

Das einzig Gute ist der Terminkalender

Bereits nach 16 Minuten lagen die Darmstädter an der Bremer Brücke mit 0:1 hinten. Etienne Amenyido traf per Kopfball und gab damit früh die Richtung vor. In der zweiten Hälfte erhöhten Ulrich Taffertshofer (51. Minute), Anas Ouahim (72.) und Marcos Alvarez (79.) und machten aus einem kleinen Lilien-Rückschlag eine deftige Klatsche. Zu keinem Zeitpunkt der Partie ließen die Südhessen ein echtes Aufbäumen erkennen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Dimitrios Grammozis: "Müssen das Ergebnis sacken lassen"

Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis
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Trotz der Klatsche blieb am Ende auch etwas Gutes - bedingt durch den Spielplan. Denn lange können sich die Darmstädter nicht mit der Pleite in Osnabrück beschäftigen. Schon am Freitag wartet auf die Grammozis-Elf Dynamo Dresden. "Das einzig Positive ist, dass es direkt weitergeht", betonte daher auch Kapitän Holland.

Sollte sich der Auftritt der Darmstädter in Osnabrück gegen Dresden wiederholen und erneut keine Punkte herausspringen, wäre die Start-Euphorie jedoch verflogen. Wo die Lilien in dieser noch jungen Saison also wirklich stehen, dürfte sich daher gegen Dynamo zeigen. Dort gibt es die schnelle Chance auf Wiedergutmachung.