Tonbias Kempe und Patrick Herrmann laufen nebeneinander

Der SV Darmstadt 98 tut sich im Strafraum manchmal schwer. Sowohl im gegnerischen als auch im eigenen. Umso mehr hofft Trainer Markus Anfang gegen Osnabrück auf die Rückkehr von zwei angeschlagenen Spielern.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Markus Anfang über die Personalsituation der Lilien

Lilien pk
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Fürs Toreschießen sind beim SV Darmstadt 98 im Prinzip meist zwei Leute verantwortlich: Stürmer Serdar Dursun und Mittelfeldspieler Tobias Kempe. Fehlt einer von beiden, wie zuletzt Kempe beim unglücklichen 1:2 gegen den 1. FC Nürnberg, macht sich das im Angriffsspiel er Lilien deutlich bemerkbar. Für das Heimspiel gegen den VfL Osnabrück am Sonntag (13.30 Uhr) hatte Trainer Markus Anfang aber gute Nachrichten parat. "Tobias Kempe hat die Trainingseinheiten gestern sowie heute mitgemacht und hatte keine Probleme", konnte er die Fan-Gemüter am Freitag auf der Pressekonferenz zum Spiel beruhigen. Tendenz: Der Standardspezialist kehrt zurück in die Startelf.

Dreier- oder Viererkette?

Weniger gute Nachrichten gab es für die andere Seite des Feldes zu berichten. In der Abwehr, genauer: auf der der rechten Abwehrseite, drückt momentan der Lilien-Schuh. "Matthias Bader hat einen Schlag auf die Wade bekommen. Er hat einen Bluterguss, kann nicht laufen und nicht trainieren. Er wird für das Spiel am Sonntag ausfallen", so Anfang. Und weil auch Patrick Herrmann am Donnerstag einen Schlag abbekam und am Freitag nicht trainieren konnte, müssen die Lilien befürchten, am Sonntag ohne etatmäßigen Rechtsverteidiger dazustehen.

Sollte es für Herrmann nicht reichen, könnte Anfang gezwungen sein, zurück zur Dreierkette zu kehren. Die schien zuletzt aber immer wieder anfällig. "Es gibt da mehrere Gedankenspiele", ließ sich der Lilien-Coach vorab nicht in die Karten schauen.

Die Dreierkette sei eine Möglichkeit, allerdings gäbe es auch noch einige Spieler, denen Anfang die Position des Rechtsverteidigers durchaus zutraue. "Wir haben Rappo (Nicolai Rapp, Anm. d. Red.), der kann außen spielen, wir haben Victor (Pálsson), der kann Außenverteidiger spielen, aber das Problem ist dann natürlich, dass wir dadurch die Optionen auf den anderen Positionen verlieren."

"Es wird ein klassisches Zweitligaspiel"

Unabhängig vom Personal ist eines aber auf jeden Fall klar: "Es wird ein klassisches Zweitligaspiel", warnte Anfang. Nur mit schönem Fußball lasse sich so eine Partie nicht gewinnen. Die Lilien werden kämpfen und beißen müssen, um den punktgleichen Tabellen-15. in die Knie zu zwingen.

Und sie dürfen sich im gegnerischen wie im eigenen Strafraum nicht mehr so viele Fehler leisten. "Wir müssen unsere Chancen verwerten, wenn wir erfolgreich sein wollen. Und die wenigen Situationen, die wir gegen uns zulassen, müssen wir besser verteidigen." Wenn es nur so einfach wäre, wie es klingt.