Torsten Lieberknecht läuft nach der Niederlage gegen Düsseldorf übers Feld und applaudiert

Der SV Darmstadt 98 hat erstmals seit Ende September wieder ein Spiel in der 2. Bundesliga verloren. In Südhessen nimmt man das mit einem Schulterzucken zur Kenntnis.

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Sieh mal an, wird sich manch einer gedacht haben am Freitagabend. Der SV Darmstadt 98 ist also doch nicht unbesiegbar. Nach Heimspiel-Siegen gegen Schwergewichte wie Werder Bremen, den 1. FC Nürnberg und Tabellenführer St. Pauli zogen die Südhessen an diesem Freitag gegen Fortuna Düsseldorf mit 1:3 (0:2) mal wieder den Kürzeren. Der Frust über die zweite Heimspiel-Niederlage der Saison hielt sich bei Trainer Torsten Lieberknecht aber auffällig in Grenzen.

Eine Niederlage mit Lerneffekt

Ob die Niederlage ein Warnschuss sei, wurde der Lilien-Coach gefragt. "So, wie wir in den letzten Wochen nicht alles Rosarot gesehen haben, sehen wir jetzt auch nicht alles schlecht", erstickte der Lilien-Coach jedwede Panikmache sogleich im Keim. Man habe ein Spiel in der 2. Bundesliga verloren. So etwas passiere eben hin und wieder.

Schon vor der Partie hatte Lieberknecht vor den Düsseldorfern gewarnt, die nur knapp vor den Abstiegsplätzen rangierten. Und Lieberknecht sparte auch nach dem Spiel nicht an Lob für den Gegner. "Die Fortuna hat einen sensationell guten Kader. Und das haben sie heute gezeigt. Sie waren sehr effektiv und einfach den Tick besser." Es sei eine Niederlage, aus der die Lilien lernen werden, versprach der Trainer.

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Hauptsache alles gegeben

Warum Lieberknecht so gelassen reagiert, lag auch am Auftreten seiner Mannschaft. Hatte Darmstadt in der ersten Halbzeit noch Schwierigkeiten mit der Raumaufteilung und lag früh 0:2 in Rückstand, stellten sie in der zweiten Hälfte ihr Offensivspiel um. Statt Kombinationsspiel versuchten es die Lilien mit langen, hohen Bällen – den "einfachen Weg gegen eine Dreierkette", so Lieberknecht. Das funktionierte auch gut. Der SV98 erarbeitete sich einige gute Möglichkeiten, der Treffer fiel dann aber erneut auf der Gegenseite. Mit dem 0:3 war die Partie im Prinzip gelaufen.

Es sei "ein bisschen verhext" gewesen, meinte der Lilien-Trainer. Vorwerfen lassen könne sich die Mannschaft das aber bestimmt nicht. Das hätte auch der Lilien-Anhang auf den Rängen gespürt. "Die Fans haben es honoriert, dass die Mannschaft alles gegeben hat", so Lieberknecht. Und das sei ohnehin immer das Wichtigste.

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