Fans des SV Darmstadt 98

Der SV Darmstadt 98 will nicht rein in den Tabellenkeller der 2. Liga. Der SV Wehen Wiesbaden will raus. Ein Duell haben die Lilien allerdings schon vor dem Hessen-Derby gewonnen: Sie haben mehr Fans am Start.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Dimitrios Grammozis: "Werden das Spiel in Wiesbaden zum Heimspiel machen"

Dimitrios Grammozis gegen Bielefeld
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Diese Nachricht freute Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis ganz besonders: 4.000 Fans vom SV Darmstadt 98 werden am Sonntag (13.30 Uhr) im Zweitliga-Derby beim SV Wehen Wiesbaden dabei sein. "Aufgrund der Kulisse, die uns durch unsere Fans da erwartet, werden wir das wie ein Heimspiel angehen", so Grammozis. Und das obwohl die Darmstädter für ihren blau-weißen Anhang derzeit sportlich nicht immer ein Quell der Freude sind. Durch nur einen Sieg aus den vergangenen fünf Liga-Spielen stehen die Lilien kurz vor der Abstiegszone.

Ganz ausverkauft ist das Hessen-Derby noch nicht. Bislang wurden 7.800 der 8.200 Eintrittskarten verkauft. Das Gästekontingent von 2.650 Eintrittskarten ist längst vergriffen. Und da sich viele Darmstädter Fans zudem auf eigene Faust Tickets besorgt haben, werden Sie in der Tat am Sonntag knapp die Mehrheit stellen. "Für unsere Fans bedeutet dieses Spiel unglaublich viel, wir werden dort mit viel Selbstvertrauen auftreten", sagt Grammozis.

Die Angst vor den individuellen Fehlern

Doch viele Fans allein schießen keine Tore. Darmstadt 98 schaffte es in den vergangenen Wochen nicht, sich endlich mal von der Abstiegszone der 2. Liga abzusetzen. Immer wieder haben sich die Lilien zuletzt durch individuelle Fehler um den Lohn der Arbeit gebracht. Beim Remis vor einem Monat gegen Regensburg ließ Torwart Marcel Schuhen in allerletzter Sekunde den Sieg durch die Finger flutschen. Zuletzt beim 1:3 gegen Tabellenführer Bielefeld verlor Darmstadt das Spiel durch eine kollektive Tiefschlafphase kurz nach der Halbzeitpause.

"Aufgrund der individuellen Fehler geht manchmal die Gesamtleistung ein wenig unter. Das finde ich in erster Linie schade für die Spieler, aber wir müssen auch diese ein bis zwei fehlenden Prozentpunkte heraus kitzeln", sagt Grammozis. Darmstadt 98 sehnt sich nach Sicherheit. "Wir wissen, dass wir uns mit einem Sieg ein wenig Luft verschaffen können." Die 4.000 Lilienfans in Wiesbaden sollen dabei mithelfen.