Luca Pfeiffer (r.) bejubelt sein Tor in Nürnberg.

Darmstadt 98 hat gegen Nürnberg eine empfindliche Niederlage im Aufstiegsrennen und zwei Verletzungen hinnehmen müssen. Und nun kommt auch noch Spitzenreiter Schalke 04. Aber: Es gibt auch Grund für Optimismus.

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Highlights: Nürnberg - Darmstadt

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Trotz der Niederlage beim 1. FC Nürnberg kann Fußball-Zweitligist SV Darmstadt 98 am Sonntag (13.30 Uhr) gegen den FC Schalke 04 optimistisch in das nächste Topspiel gehen. Hier sind die Gründe.

1. Die Lilien spielten besser, als das Ergebnis vermuten lässt

Trainer Torsten Lieberknecht fand nach der Niederlage in Nürnberg positive Worte: "Wir haben ein gutes, engagiertes sowie offensivausgerichtetes Spiel gezeigt und nach ein paar Minuten der Orientierung die Partie sehr gut gestaltet." Tatsächlich brachten sich die Lilien vor allem durch ihre Schwächen bei gegnerischen Standards um den Lohn. Sie spielten mutig nach vorne und hätten eigentlich einen Punkt verdient gehabt. Schlimmer als das Ergebnis könnten ohnehin die Verletzungen von Marcel Schuhen und Aaron Seydel wiegen. Zumindest kommt bei einem Ausfall von Zweiterem der nächste Punkt gelegen.

2. Luca Pfeiffer beendet seine Torflaute

In der Hinrunde traf Luca Pfeiffer nach Belieben, doch seit dem Winter war der Motor ins Stocken geraten. Während Kollege Phillip Tietz bereits im Spiel gegen Heidenheim wieder getroffen hatte, musste Pfeiffer nun bis zum 29. Spieltag und dem Spiel in Nürnberg warten. "Diese Phase seit meinem letzten Tor im November war nicht so leicht, vor allem für den Kopf", sagte Pfeiffer im Interview mit dem kicker. Für den Aufstieg muss die Darmstädter "Philharmonie" aus Pfeiffer und Tietz unbedingt wieder performen.

3. Die Lilien finden immer die richtige Antwort

Abgesehen von den Niederlagen zum Saisonstart (mit vielen Corona-Ausfällen) haben die Darmstädter nach einer Pleite immer wieder direkt zurückgeschlagen und mindestens einen Punkt geholt. Hier ist die Übersicht:

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Darmstadt 98: Gute Ergebnisse nach Niederlagen

6. Spieltag: Rostock - Darmstadt 2:1
7. Spieltag: Darmstadt - Dresden 1:0
8. Spieltag: Heidenheim - Darmstadt 2:1
9. Spieltag: Sandhausen - Darmstadt 1:6
16. Spieltag: Darmstadt - Düsseldorf 1:3
17. Spieltag: Paderborn - Darmstadt 0:1
21. Spieltag: Darmstadt - Hamburg 0:5
22. Spieltag: Hannover - Darmstadt 2:2
27. Spieltag: Bremen - Darmstadt 1:0
28. Spieltag: Darmstadt - Kiel 3:1

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4. Gegner Schalke: Trügerischer Schein

Schalke 04 hat die vergangenen vier Spiele nach dem Trainerwechsel allesamt gewonnen und sich auf den ersten Tabellenplatz geschoben. Dabei aber wackelten die Königsblauen in jeder dieser Partien, gegen Heidenheim hätte es zur Pause 0:2 stehen müssen. Schalke hat noch immer Probleme bei schnellen, tiefen Bällen hinter die letzte Kette, auch weil Torwart Martin Fraisl oft zu hoch steht. In der Hinrunde hatten die Lilien gegen Schalke auf den Außen gedoppelt, um die Gefahr bei Flanken zu minimieren. Nun müssen sie vor allem das Zentrum um die formstarken Ko Itakura und Dominick Drexler schließen. Der Spitzenreiter hat dann immer noch Probleme, Lücken in der gegnerischen Abwehr zu finden.

5. Die (Oster-) Bilanz

Nicht nur in der Hinrunde triumphierten die Lilien gegen Schalke (4:2), sondern auch beim letzten Aufeinandertreffen am Böllenfalltor. Im April 2017 schlug der damals Tabellenachzehnte der Bundesliga die Schalker mit 2:1. Die Tore erzielten Mario Vrancic und Jerôme Gondorf, Torwart Michael Esser hielt einen Elfmeter von Schalkes Guido Burgstaller. Bemerkenswert: Wie in dieser Saison fand die Partie schon damals am Ostersonntag statt.

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