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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lilien gewinnen auch gegen Heidenheim

Jubel bei den Lilien

Der SV Darmstadt 98 bleibt das Zweitliga-Team der Stunde. Nach dem Beben um die Zukunft von Trainer Dimitrios Grammozis gewannen die Lilien am Samstag auch gegen den 1. FC Heidenheim.

Der SV Darmstadt 98 siegt immer weiter. Selbst das Trainer-Beben unter der Woche – Dimitrios Grammozis wird den Fußball-Zweitligisten am Ende der Saison überraschend verlassen – kann den Lauf der Lilien nicht stoppen: Die Südhessen gewannen am Samstag ihr Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim mit 2:0 (2:0) und feierten dabei ihren vierten Sieg in Folge.

Das Grammozis-Team ist zudem seit neun Spielen ungeschlagen. Die bislang letzte Niederlage, ein 1:3 gegen Tabellenführer Arminia Bielefeld, geht auf den 1. Dezember zurück. Der frühe Doppelschlag durch Serdar Dursun (11. Spielminute) und Mathias Honsak (16.) stellte die Weichen bereits in der ersten Halbzeit auf Heimsieg. Heidenheims Oliver Hüsing sah in der Schlussphase wegen groben Foulspiels die Rote Karte (90.).

Zwei Treffer in fünf Minuten

"Das Selbstvertrauen kommt von Sieg zu Sieg", sagte Trainer Dimitrios Grammozis. "Aber wir mussten uns das auch erarbeiten, wir haben von den Heidenheimern nichts geschenkt bekommen.

Die erste Annäherung ans gegnerische Tor gelang den Gästen, ein lang gezogener Freistoß von Tobias Mohr segelte allerdings ungefährlich am Pfosten vorbei (7.). Es war die weitestgehend einzige Heidenheimer Offensivbemühung in der Anfangsphase, in der Folge kontrollierten die Lilien Spiel sowie Gegner. Die zwei Treffer innerhalb von nur fünf Minuten untermauerten die klaren Verhältnisse rasch.

Lilien-Flexibilität macht es Heidenheim schwer

Dursuns elftes Saisontor in der elften Minute belohnte die Südhessen für ihren ersten schnell und direkt vorgetragenen Angriff. Nach einem Ballgewinn im Mittelfeld und einer Seitenverlagerung auf die rechte Außenbahn bediente Marvin Mehlem den in der Mitte lauernden Dursun. Bemerkenswert auch die Entstehung des 2:0, bei dem Honsak nach einem eröffnenden Pass von Tobias Kempe und einem Hackentrick von Victor Pálsson den sich ihm bietenden Freiraum am gegnerischen Sechzehner eiskalt für sein erstes Tor im SVD-Trikot ausnutzte.

Auch in der Folge agierte der SV98 mit viel Zug zum gegnerischen Tor, Mehlem vergab per Distanzschuss die bis dato beste Chance auf eine noch höhere Führung (20.). Und auf der anderen Seite? Taten sich die Heidenheimer schwer, das diszipliniert auftretende Abwehrbollwerk der Lilien zu knacken.

Dumic und Höhn klären, was es zu klären gibt

Alles, was auch nur ansatzweise durchkam, wurde spätestens von den Innenverteidigern Dario Dumic und Immanuel Höhn abgefangen. Der FCH tat sich zudem mit der taktischen Flexibilität der Darmstädter schwer: Allen voran die beiden Flügelflitzer Honsak und Kempe wechselten immer wieder die Seiten.

An diesen Grundvoraussetzungen änderte sich auch nach dem Seitenwechsel wenig. Heidenheim kam nun zwar zu besseren Chancen, aber nicht zum Torerfolg. Sebastian Griesbeck (52.), Maurice Multhaup (58.) und der kurz zuvor eingewechselte Marc Schnatterer (62.) verpassten es, ihr Team ins Geschehen zurückzubringen.

Darmstadt 98 klettert in der Tabelle nach oben

Stattdessen hatte der SV98 selbst beste Chancen, um das Ergebnis weiter in die Höhe zu schrauben. Yannick Stark (61.), Kempe (65.) und Pálsson (70.) hatten jeweils das 3:0 auf dem Fuß. Sei's drum: Durch den Sieg klettert Darmstadt in der Tabelle auf den sechsten Platz. Weil der Hamburger SV gleichzeitig bei Erzgebirge Aue verlor (0:3), beträgt der Rückstand der Lilien auf den Aufstiegs-Relegationsrang vorerst nur noch sechs Punkte.

Weitere Informationen

Darmstadt 98 - 1. FC Heidenheim 2:0 (2:0)

Darmstadt: Schuhen - Bader, Dumic, Höhn, Herrmann - Palsson, Stark - Kempe, Mehlem (71. Paik), Honsak (79. Skarke) - Dursun (88. Platte)

Heidenheim: Müller - Busch, Mainka, Hüsing, Föhrenbach (25. Schimmer) - Dorsch - Multhaup (60. Schnatterer), Griesbeck, Theuerkauf, Mohr - Otto (60.Leipertz)

Tore: 1:0 Dursun (11.), 2:0 Honsak (16.)
Gelbe Karten: Mehlem, Paik / Griesbeck
Rote Karte: Hüsing (Grobes Foulspiel/90.)

Schiedsrichter: Waschitzki (Essen)
Zuschauer: 13.020

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