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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lilien mit knackigem Programm in der Adventszeit

Fabian Holland vom SV Darmstadt 98

Derby, zwei Montagsspiele und die großen Drei der Liga: Auf Darmstadt 98 wartet eine turbulente Adventszeit. Für die Fans könnte das Restprogramm nicht attraktiver sein, sportlich droht eine maue Bescherung.

Während es in Hessens Wohnzimmern allmählich immer besinnlicher wird und in Rüdesheim (Rheingau-Taunus) seit Donnerstag sogar der erste Weihnachtsmarkt geöffnet hat, ist der SV Darmstadt 98 von Festtags-Stimmung noch weit entfernt. Der Abstand zur Abstiegszone ist vor der letzten Länderspielpause des Jahres auf zwei Punkte geschrumpft, nach drei sieglosen Spielen in Folge macht sich wieder einmal Nervosität breit am Böllenfalltor.

"Wir sind in der Bringschuld", schlug Lilien-Coach Dimitrios Grammozis schon vor rund zwei Wochen vorsichtig Alarm und nahm seine Mannschaft in die Pflicht. Jetzt oder nie. Erschwerend hinzu kommt nun, dass das Darmstädter Restprogramm des Jahres 2019 getrost als knüppeldick bezeichnet werden kann. Den Lilien steht eine ungemütliche Adventszeit ins Haus.

Grammozis muss sich warm anziehen

Zwei Topspiele unter Flutlicht, alle drei Aufstiegsfavoriten, dazu noch das Hessenderby. Was für die Fans der Lilien wie verfrühte Weihnachtsgeschenke klingt, könnte sich für Grammozis und sein Team schnell als Stimmungs- und Jobkiller entpuppen. Zur Erinnerung: In den vergangenen sieben Jahren wurden mit Jürgen Seeberger (2012), Norbert Meier (2016) und Torsten Frings (2017) gleich drei Übungsleiter im Dezember entlassen, Frings sogar nur ein Spiel vor der Winterpause. Eine turbulente Vorweihnachtszeit ist in Südhessen also fast schon Tradition.

Der Startschuss in den Endspurt fällt am Montag (20.30 Uhr) bei Hannover 96. Der Bundesliga-Absteiger ist als Tabellen-15. zwar weit hinter den Erwartungen zurückgeblieben und hat bislang alles andere als Angst und Schrecken verbreitet. Pünktlich zum Duell mit den Lilien wurde in Hannover aber der Trainer getauscht und der erfolgslose Mirko Slomka durch Kenan Kocak ersetzt. Stichwort: Push durch neuen Coach. Die 96er wären nicht die ersten, die nach einem Wechsel an der Seitenlinie auch auf dem Rasen ein anderes Gesicht zeigen. Die Lilien sollten gewarnt sein.

Derby, Tabellenführer, Favoriten

Im Dezember, zeitgleich mit dem Entzünden der ersten Kerze auf dem Adventskranz, wird es dann richtig feurig: Zunächst ist der aktuelle Tabellenführer und Überraschungsteam Arminia Bielefeld zu Gast in Darmstadt, ehe das Hessenderby beim SV Wehen Wiesbaden auf dem Programm steht. Der kleine Nachbar aus der Landeshauptstadt ist derzeit zwar Tabellenletzter und die halbfertige Arena hat nicht gerade den Ruf, sich in besonderen Spielen in einen Hexenkessel zu verwandeln. Die Formkurve der Wiesbadener steigt in den vergangenen Spielen aber stetig an, bei niedrigen Temperaturen gibt es sicher angenehmere Gegner als einen euphorisierten Aufsteiger.

Und als wäre das alles noch nicht genug, hat sich der Spielplan-Gestalter für die beiden letzten Spieltage vor der Winterpause zwei ganz besondere Bonbons aufbewahrt: Zunächst gastiert der derzeitige Dritte aus Stuttgart am Böllenfalltor (16.12.), fünf Tage später wird der HSV vorstellig. Es ist also wie so oft an Weihnachten: Die Gäste klingen gut, richtig willkommen sind die beiden Aufstiegsfavoriten zu diesem Zeitpunkt jedoch wohl nicht.

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Das Restprogramm von Darmstadt 98

25.11.19 (Montag): Hannover 96 (A)
01.12.19 (Sonntag): Bielefeld (H)
08.12.19 (Sonntag): SV Wehen Wiesbaden (A)
16.12.19 (Montag): VfB Stuttgart (H)
21.12.19 (Samstag): Hamburger SV (H)

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