Eine Szene aus dem Spiel Hannover 96 gegen Darmstadt 98

Der SV Darmstadt 98 muss um die drei Punkte aus dem Montagsspiel in Hannover bangen. Die Niedersachsen wollen das Ergebnis beim DFB anfechten. Die Begründung: Der Treffer von Marc Stendera hätte zählen müssen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Kempe: "Glück, dass der Schiri dazwischen war"

Lilien-Spieler Tobias Kempe applaudiert
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Hannover 96 hat gegen die Wertung des Zweitliga-Spiels vom vergangenen Montag gegen den SV Darmstadt 98 (1:2) Einspruch beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) eingelegt. Die Niedersachsen begründeten nach DFB-Mitteilung vom Donnerstag den Einspruch damit, dass die Rücknahme des vermeintlichen 2:2-Ausgleichs durch Ex-Eintracht-Profi Marc Stendera regelwidrig gewesen sei und damit das "Spiel mit hoher Wahrscheinlichkeit beeinflusst habe".

Lilien bleiben gelassen

Nach Einholung der Stellungnahmen von den Verfahrensbeteiligten wird das DFB-Sportgericht zu gegebener Zeit über den weiteren Fortgang des Verfahrens entscheiden. Die Hessen reagierten gelassen auf den Protest. "Da der Unparteiische sich die Situation im Anschluss in der Review-Area angeschaut und bewertet hat, gehen wir von einer unanfechtbaren Tatsachenentscheidung aus", sagte Darmstadts Sportchef Carsten Wehlmann.

Der 23 Jahre alte Stendera hatte bei der 1:2-Niederlage des Bundesliga-Absteigers kurz vor Schluss ein spektakuläres Tor erzielt. Das wurde nach Einsatz des Videobeweises jedoch nicht gegeben, weil der Ball vorher vom Rücken des Schiedsrichters Martin Thomsen zu Stendera gelenkt wurde, was seit dieser Saison geahndet werden muss.