Darmstadt 98 verliert gegen den HSV
Lewis Holtby trifft kurz vor der Pause zur Vorentscheidung für den HSV. Bild © Imago Images

Der SV Darmstadt 98 rutscht immer tiefer in den Keller der 2. Bundesliga. Auch gegen den Hamburger SV ist die Defensive zu löchrig und die Offensive zu harmlos. Der Auftritt wirkt zeitweise leblos.

Die Zeiten beim SV Darmstadt 98 werden immer ungemütlicher. Nach drei Niederlagen mit insgesamt zehn Gegentoren in Folge setzte sich der Negativtrend am Freitag auch gegen den Hamburger SV fort. Die Mannschaft von Trainer Dirk Schuster verlor gegen die vorher ebenfalls kriselnden Hanseaten mit 1:2 (0:2) und muss als Tabellen-13. endgültig den Blick in Richtung Abstiegszone richten. Der HSV steht als Zweiter am anderen Ende der Zweitliga-Tabelle.

Hunt und Holtby machen den Unterschied

In einer von Beginn an mit harten Bandagen geführten Partie erwischten die Gäste den besseren Start. Jann-Fiete Arp, der erneut den Vorzug vor Pierre-Michel Lasogga erhielt, scheiterte zunächst zweimal knapp (5./7.), dann machte es Aaron Hunt besser. Der Hamburger Kapitän kam aus rund 18 Metern völlig frei zum Schuss und ließ Darmstadts Keeper Daniel Heuer Fernandes keine Chance (13.). Die Lilien-Defensive war wieder einmal viel zu ungeordnet.

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Hinten unsicher, vorne harmlos: Denn auch in Richtung des gegnerisches Tors kam deutlich zu wenig von den Gastgebern. Lediglich Serdar Dursun entwickelte zweimal den Hauch von Torgefahr (24./35.), belohnt wurde er im Gegensatz zum HSV aber nicht. Kurz vor der Halbzeit krönte Lewis Holtby einen der wenigen Konter zum zweiten Hamburger Treffer (45.). Gesprächsbedarf gab es nach einem vermeintlichen Foul von Douglas Santos an Tim Rieder im Strafraum. Die Lilien forderten einen Elfmeter, den gab es jedoch nicht. Wohl die richtige Entscheidung (27.).

Jones bringt Schwung

Wer nach dem Seitenwechsel ein Darmstädter Aufbäumen erwartete, der wurde bitter enttäuscht. Hamburg schaltete vermehrt in den Verwaltungsmodus und tauchte nur noch vereinzelt vor Lilien-Keeper Heuer Fernandes auf. Torchancen der Lilien: trotzdem weiter Fehlanzeige. Die Köpfe hingen, die Darmstädter liefen oft nur hinterher. Einen kurzzeitigen Push brachte erst die Einwechslung von Joevin Jones, der prompt Tobias Kempe mustergültig bediente. Der Aufstiegsheld von 2015 verzog jedoch deutlich (63.), ehe gleich zweimal Aytac Sulu in den Mittelpunkt rückte.

Der Darmstädter Spielführer klärte in höchster Not vor dem einschussbereiten Hunt (67.) und hätte dann auf der Gegenseite um ein Haar den Anschlusstreffer erzielt. Sein Schuss aus rund zehn Metern flog jedoch am linken Pfosten vorbei (71.). Der Startschuss für eine Darmstädter Schlussoffensive? Mitnichten. Dursun gelang kurz vor Abpfiff zwar noch der Anschlusstreffer (89.). Mehr war aber nicht drin.

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DARMSTADT 98 - HAMBURGER SV 1:2 (0:2)

Darmstadt: Heuer Fernandes - Sirigu (56.Jones), Franke, Sulu, Holland - Kamavuaka (60.Wurtz), Rieder (80.Höhn) - Heller, Stark, Kempe - Dursun
Hamburg: Pollersbeck - Sakai, Bates, van Drongelen, Douglas Santos - Holtby (75.Moritz), Mangala - Ito (42.Narey), Hunt, Hwang - Arp (65.Janjicic)

Tore: 0:1 Hunt (13.) 0:2 Holtby (45.) 1:2 Dursun (89.)
Gelbe Karten: Kamavuaka,Kempe/ Pollersbeck, van Drongelen

Schiedsrichter: Dietz (München)
Zuschauer: 17.400

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Sendung: hr-fernsehen, heimspiel! am Samstag, 06.10.18, 17.15 Uhr