Grammozis klatscht mit seinem Co-Trainer ab
Grammozis hatte mit den Lilien oft Grund zum Jubeln. Bild © Imago Images

Dimitrios Grammozis hat den Spaß am Spiel zurück zu Darmstadt 98 gebracht. Mit dem Erfolg geht der Coach aber bescheiden um.

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Dimitrios Grammozis in der Pressekonferenz

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Als Dimitros Grammozis Ende Februar als Trainer beim SV Darmstadt 98 antrat, hatte er eine schwere Aufgabe vor der Brust: Platz 14, nur vier Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz und nur noch elf Spiele Zeit, um den Klassenerhalt zu sichern. Bei den Lilien herrschte Alarmstimmung.

Knapp drei Monate später hat der Coach die Wende geschafft und mit Darmstadt sicher die Liga gehalten. "Es waren sehr, sehr intensive Monate mit den Jungs", so das Fazit des ehemaligen Bundesligaprofis nach dem letzten Spieltag. "Ich muss ein ganz, ganz großes Kompliment an sie aussprechen. Die haben sich wirklich den Hintern aufgerissen, um unser Ziel zu erreichen. Deshalb bin ich auch stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein."

Grammozis gab seinem Team mehr Freiräume

Grammozis hat einen anderen, frischeren Wind im Böllenfalltor wehen lassen. "Ich denke, dass der Start mit dem Spiel in Bielefeld nicht so glücklich war, aber wir haben als Trainerteam an unsere Qualitäten geglaubt." Er ließ seine Mannschaft freier aufspielen, ohne die defensive Stabilität aufzugeben. Die Ausbeute? Stattliche 20 Punkte seit der Übernahme und Platz 10 in der Tabelle.

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Dimitrios Grammozis in der PK

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Grammozis: "Stolz, Trainer dieser Mannschaft zu sein"

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Der Coach hätte also allen Grund, seinen Erfolg auch nach außen zu tragen. Doch der Trainer gibt sich bescheiden: "Wir haben unseren Input gegeben, aber die Jungs sind letztendlich die, die das gemacht haben", sagt er und schenkt seiner Mannschaft noch mehr verbale Blumen, "und wir sind sehr, sehr stolz, dass wir auch solche Charaktere in der Truppe trainieren durften und werden."

Ob er das noch weiter darf, steht dieser Tage aber infrage. Denn die gute Arbeit von Grammozis hat sich zu seinem Ex-Club Hamburg rumgesprochen. Nach Berichten des Kickers steht der 40-Jährige als möglicher neuer Trainer auf dem Zettel des HSV.  "Ich mache mir da im Moment überhaupt keine Sorgen", sagte Präsident Rüdiger Fritsch dazu am Montag. "Wir haben derzeit überhaupt keine Anzeichen, dass da irgendetwas dran sein könnte."