Darmstadts Markus Steinhöfer und Kaiserslauterns Philipp Mwene im Zweikampf
Das Heimspiel gegen den 1. FC Kaiserslautern wird laut Lilien-Trainer Dirk Schuster ein heißer Tanz. Bild © Imago

Das erste Pflichtspiel des Jahres ist für Darmstadt 98 am Abend direkt ein Abstiegsduell. Denn mit dem 1. FC Kaiserslautern kommt der Tabellenletzte zu den Lilien.

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zum Video Dirk Schuster: "Ich habe ein gutes Gefühl nach der Vorbereitung"

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Das erste Pflichtspiel des Jahres steht an, die abstiegsbedrohten Lilien haben mit dem 1. FC Kaiserslautern das Schlusslicht zu Gast (18.30 Uhr). Von einem Endspiel will Schuster allerdings nicht reden: "Das ist es definitiv nicht, weil es auch danach immer noch Lösungen und Möglichkeiten gibt, etwas zu reparieren", sagte der Coach.

Nach der Vorbereitung habe er ein sehr gutes Gefühl, denn die Mannschaft habe gut gearbeitet, so Schuster weiter. Im ausverkauften Stadion am Böllenfalltor erwartet er ein Kampfspiel vor stimmungsvoller Kulisse: "Das wird definitiv ein heißer Tanz auf beiden Seiten." Noch vor drei Jahren ging es im Aufeinandertreffen der beiden Traditionsclubs noch um den Aufstieg in die Bundesliga. Im Januar aber 2018 sieht das anders aus. Die Lilien rangieren auf dem Abstiegsrelegationsplatz, der FCK steht als Tabellenletzter sogar noch unter größerem Druck.

Der Druck steigt

Das Team von Trainer Jeff Strasser reist mit nur zwei Siegen und sieben Punkte Rückstand auf die Darmstädter ans Böllenfalltor. "Es wird auch nach diesem Spiel noch 15 weitere Spiele geben", sagte Strasser jedoch. Von einem Horror-Szenario will der Coach beim finanziell angeschlagenen Club nichts wissen. "Man muss nicht vom Druck reden, sondern vom Willen, dieses Spiel unbedingt gewinnen zu wollen." Dabei könne etwa der 1. FC Köln als Vorbild dienen. Die Domstädter hatten als Tabellenletzter der Bundesliga zuletzt drei Siege eingefahren und wieder Hoffnung geschöpft.

Eben jene Hoffnung wollen die Lilien am Abend bereits im Keim ersticken. Doch Trainer Schuster weiß, dass das alles andere als einfach wird. "Lautern hat sich gut verstärkt", sagte er. Und dann ist da ja auch noch der eigene Kampf um den Klassenerhalt. "Wir werden nicht wie das Messer durch die Butter gehen. Wir haben die Mannschaft darauf vorbereitet, dass es ein langer und steiniger Weg werden wird.“

Alle an Board

Personell kann Schuster aus dem Vollen schöpfen. "Wir waren am Sonntag 24 Feldspieler und drei Torhüter im Training. Das macht die Auswahl enorm schwer und des wird auch Härtefälle geben. Aber so ist es uns natürlich viel lieber, als wenn wir nur einen Pool aus 15 oder 16 Spielern hätten“ sagte er. Von den vier Winterneuzugängen haben der von Eintracht Frankfurt verpflichtete defensive Mittelfeldspieler Slobodan Medojevic und der vom FC Ingolstadt ausgeliehene Innenverteidiger Romain Brégerie aus Schusters Sicht wohl die besten Chancen auf einen Einsatz in der Startelf.

Bei Flügelmann Baris Atik, dessen Leihe an Kaiserslautern nach einer durchwachsenen Vorrunde vorzeitig beendet wurde, räumte der Trainer ein, die Gefahr könne bestehen, dass er übermotiviert in die Partie gehe. Bei Linksverteidiger Joevin Jones, der von Schusters Vorgänger Torsten Frings geholt worden war, lobte er dessen Engagement, auch wenn taktisch noch nicht alles rund laufe und er noch etwas Eingewöhnungszeit brauche.