Auch für Fabian Holland bedeutet die Coronakrise eine schwierige Situation.

Die Coronakrise überschattet alles und hat die Welt im Griff. Dennoch hat der SV Darmstadt 98 wieder das Training aufgenommen. An die neue Situation muss sich auch Fabian Holland gewöhnen.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Fabian Holland: "Wirklich normal war eigentlich gar nichts"

Fabian Holland von Darmstadt 98
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Auch der SV Darmstadt 98 hat inmitten der Coronakrise wieder mit dem Training begonnen. Für Fabian Holland und die Mannschaftskollegen bedeuten diese Übungeinheiten in Kleinstgruppen und mit viel Abstand eine große Umstellung. Der Kapitän der Lilien sprach über ...

… den Trainingsablauf: "Die Spieler hatten am Vortag Gespräche. Dort haben wir Informationen darüber erhalten, wie das Training ab sofort ablaufen soll. Wirklich normal war eigentlich gar nichts. Es gibt viele Vorgaben, die wir beachten müssen. Wir dürfen uns nur vom Auto zum Platz und zu unserer jeweiligen Station bewegen. Dabei müssen wir darauf achten, dass wir den geforderten Abstand einhalten."

... die Trainingsform: "Wir haben uns in unseren Gruppen (jeweils sechs Spieler, Anm. d. Red.) warmgemacht, haben mit dem Ball gearbeitet und Pässe gespielt. Danach sollten wir noch zusätzliche Läufe absolvieren. Ich bin zu Hause 45 Miuten laufen gegangen."

… besondere Vorgaben: "Wir dürfen die Bälle oder Stangen nicht anfassen und keine Kopfbälle machen. Das kann bei einem Reflex schon einmal passieren. Dann macht das der Mitspieler auch und dann kann das Virus schon übertragen werden. Das sind die Sachen, auf die wir ein Auge haben müssen. Normal ist das alles aber nicht, manche Situationen sind dann schon komisch."

Holland spricht über seine Zukunft

… die Distanz untereinander: "Der Abstand ist schon sehr ungewohnt. Wenn man sich länger nicht gesehen hat, dann hat man in der Kabine miteinander geredet und sich auch mal umarmt. Das fällt alles weg, das ist komisch. Trotzdem sind wir froh, dass es weitergehen und man kicken kann."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Holland: "Schlechte Zeit für Vertragsgespräche"

Fabian Holland von Darmstadt 98
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… seinen im Sommer auslaufenden Vertrag: "Es ist eine schlechte Zeit für solche Gespräche. Wir haben gerade andere Dinge im Kopf und es ist für alle Seiten klar gewesen, dass es sich hinziehen kann. Ich habe aber noch immer die gleiche Meinung wie vorher, daran hat sich nichts geändert."

… den FIFA-Vorschlag, die am 30.6. auslaufenden Verträge bei Bedarf zu verlängern: "Es ist natürlich eine schwierige Situation, wenn der Vertrag ausläuft. Die Coronakrise konnte keiner voraussehen. Das ist nicht nur für den Fußball, sondern auch für die gesamte Welt sehr schwierig. Aber wir bekommen das geregelt. Im Fußball hat man das schon immer so gesehen, dass der Vertrag mit dem Saisonende ausläuft."

Geisterspiele sind ein "Riesenunterschied"

... die sportliche Lage: "Die Mannschaft hatte in der Pause Pläne bekommen. Jetzt probieren wir alles dafür, dass wir so trainieren können, wie es die Situation zulässt. Die Mannschaft muss sich keinen Druck machen, wir können weiter von Spiel zu Spiel schauen. Das haben wir vor der Pause schon gemacht und damit sind wir gut gefahren."

… die mögliche Fortsetzung der Saison: "Ich weiß nicht, ob eine Fortsetzung der Saison möglich ist. Darüber müssen sich andere Gedanken machen. Es wäre schön, wenn es realisierbar wäre, die Saison zu Ende zu spielen. Ich bin zwar nur ein kleines Rädchen bei diesem Thema, aber ich hoffe, dass die Fortsetzung im Endeffekt möglich ist."

… Spiele ohne Zuschauer: "Es ist definitiv ein Riesenunterschied, ob wir mit Zuschauern spielen oder ohne. Eine Testspiel-Atmosphäre ist nicht vergleichbar damit, wenn das Stadion voll ist oder die Fans gegen dich sind. Das macht definitiv etwas für die Spieler aus. Aber wenn Spiele ohne Zuschauer für die Vereine besser sind und es um das Überleben der Clubs geht, dann machen Geisterspiele Sinn."