Nicolai Rapp

Der SV Darmstadt 98 hat im dritten Saisonspiel den ersten Dreier landen können. In einer intensiven, teils wilden Partie in Nürnberg wurde Nicolai Rapp zum späten Matchwinner.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Anfang: "Wir sind gnadenlos auf Sieg gegangen"

Markus Anfang
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Der SV Darmstadt 98 hat im dritten Saisonspiel den ersten Sieg einfahren können. Am Montagabend hieß es in Nürnberg am Ende 3:2. Robin Hack hatte die Nürnberger früh in Führung gebracht (3.). Serdar Dursun gelang kurz nach der Pause der Ausgleich (55.), den die Lilien durch Felix Lohkemper (61.) aber wieder einbüßten. Marvin Mehlem traf in der 76. Minute zum 2:2, Nicolai Rapp wurde in der 93. Minute zum Matchwinner.

Nach nur einem Punkt aus den ersten zwei Spielen hatten sich die Lilien in Nürnberg viel vorgenommen. Es gab aber erst einmal die kalte Dusche. Gerade drei Minuten waren gespielt, als Nürnbergs Lohkemper den Ball an der Mittellinie bekam, über rechts durchstartete und mit einer wunderschönen Flanke Robin Hack in der Mitte fand, der Marcel Schuhen im Darmstädter Tor per Flugkopfball keine Chance ließ. 1:0 für den Gastgeber.

Schmeichelhafte Nürnberger Führung

Es entwickelte sich in der Folge eine intensive Partie, die Hessen zeigten sich vom frühen Gegentor unbeeindruckt und übernahmen die Spielkontrolle. Erst versuchte es Tim Skarke per Fernschuss (5.), dann verzog Tobias Kempe (22.). Vor allem der umtriebige Dursun machte gleich mehrmals auf sich aufmerksam, scheiterte aber erst per Kopf nach einer Ecke an Nürnbergs Keeper Christian Mathenia (30.), wenig später mit der Pieke am Pfosten. Die Nürnberger ihrerseits wurden nur noch bei Kontern oder Standards gefährlich. Und so war die Pausenführung eher schmeichelhaft.

Kurz nach der Pause platzte bei Dursun dann endlich der Knoten. Nach einer Ecke machte der eingewechselte Patrick Herrmann einen zweiten Ball nochmal scharf, am Fünfmeterraum nickte Dursun den Ball im Rückwärtslaufen an Mathenia vorbei ins Eck (55.). Ein absolut verdienter Ausgleich.

Spielverlauf zweimal auf den Kopf gestellt

Als eigentlich alles darauf wartete, dass nun die Lilien nachlegen würden, gab es erneut eine kalte Dusche für die Hessen. Einen langen Ball auf den linken Flügel nahm Lohkemper an der Außenlinie an, zog in die Mitte, vernaschte Herrmann und traf per Schlenzer ins lange Eck (61.). Ein echter Wirkungstreffer, die "Glubberer" spielten fortan wie im Rausch, Darmstadt wackelte bedenklich.

Aber weil die plötzlich überlegenen Nürnberger nichts aus ihren Gelegenheiten machten, konnten die Lilien nun ihrerseits den Spielverlauf auf den Kopf stellen. Einen Pass von Kempe durfte Marvin Mehlem in Ruhe im Sechzehner annehmen und traf mit Innenpfosten ins lange Eck (72.). Kempe hätte wenig später sogar noch nachlegen können, verzog aber (79.).

Lucky Punch durch Rapp

Da weder die Hausherren noch die Hessen in der Folge noch zu hundertprozentigen Chancen kamen, sah alles nach einem leistungsgerechten Unentschieden aus. Bis die Lilien in der 93. Minute noch einen Freistoß im Halbfeld zugesprochen bekamen. In der Mitte stieg Rapp nach Freistoß von Kempe am Höchsten und nickte unhaltbar ins lange Eck ein. Und wurde so zum Matchwinner einer Darmstädter Mannschaft, die Moral bewies und daher auch nicht unverdient gewann. Das sah auch Anfang so. "Wir haben gnadenlos auf Sieg gespielt. Wir wollten unbedingt das Spiel gewinnen und sind belohnt worden. Vor allem die Jungs für ihren Aufwand."

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Rapp: "Der Knoten ist geplatzt"

Nicolai Rapp SV Darmstadt 98
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Weitere Informationen

1.FC Nürnberg - Darmstadt 98 2:3 (1:0)

Nürnberg: Mathenia - Valentini, Mühl, Sörensen, Handwerker - Geis, Nürnberger (74. Behrens) – Lohkemper (90.Singh), Dovedan (58. Krauß), Hack - Schleusener (74. Zrelak)
Darmstadt: Schuhen - Bader (46. Herrmann), Mai, Höhn, Holland - Rapp - Skarke (82. Berko), Kempe, Mehlem, Honsak (72. Platte) – Dursun (90.Paik)

Tore: 1:0 Hack (3.), 1:1 Dursun (55.), 2:1 Lohkemper (61.), 2:2 Mehlem (76.), 2:3 Rapp (90.+3)
Gelbe Karten: Valentini, Geis / Bader, Rapp

Schiedsrichter: Storks (Velen)
Zuschauer: 6.600

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