Aaron Seydel bejubelt sein erstes Saisontor mit einem Luftsprung

In Aue musste der SV Darmstadt 98 für die nächsten drei Punkte richtig ackern. Sinnbildlich für den Malocher-Erfolg stand Torschütze Aaron Seydel.

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Lilien-Lauf setzt sich auch in Aue fort

Lilien-Stürmer Luca Pfeiffer jubelt über das Führungstor in Aue.
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Aaron Seydel hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Rund neun Monate ist es her, dass sich der Angreifer vom SV Darmstadt an der Achillessehne operieren ließ. Die Saison 2020/21 war für den 25-Jährigen aus Langen schon Mitte Februar vorbei. Auch die Vorbereitung auf die aktuelle Spielzeit verpasste der langgewachsene Stürmer komplett.

Ein Erfolgserlebnis für die Zukunft

Stück für Stück kämpfte sich Seydel zurück in die Mannschaft. Beim 2:1-Auswärtssieg in Aue traf er am Samstag nun zum zwischenzeitlichen 2:0 (75. Minute), nachdem Torgarant Luca Pfeiffer die Lilien schon in Führung gebracht hatte (62.). Der Anschlusstreffer von Aues Antonio Jonjic (85.) kam zu spät.

Endlich mal wieder ein Tor zu erzielen sei natürlich "ein schönes Gefühl" gewesen, gab ein glücklicher Seydel nach der Partie am ARD-Mikrofon zu Protokoll. Und dann auch noch so ein wichtiges. Auf dem Erfolgserlebnis wolle er für die Zukunft aufbauen.

Vertrauen in den Körper finden

Seydels Treffer kam vielleicht etwas überraschend, aber bestimmt nicht von ungefähr. Trainer Torsten Lieberknecht hat in den vergangenen Wochen quasi darauf hingearbeitet, dass sein Ersatzstürmer irgendwann mal wieder trifft. "Man musste ihn erst mal dahin bringen, dass er wieder Vertrauen in seinen Körper findet", erklärte der Coach seinen Plan nach dem Sieg in Aue.

Das Heimspiel gegen St. Pauli mal ausgenommen, wechselte Lieberknecht Seydel seit dem achten Spieltag immer wieder ein. Hier mal für neun Minuten, dort mal für 28. "Wir haben ihn immer wieder reingeschmissen, damit er nach sieben Monaten schwerer Verletzung mal wieder das Gefühl hat, auf dem Platz zu stehen." Das Ergebnis war ein Tor, das die Lilien richtig nötig hatten.

Drei Punkte erarbeitet

Nach einigen Spielen, in denen sich die Südhessen offensiv häufig in einen Rausch gespielt hatten, taten sie sich im Erzgebirge gegen einen giftigen Gegner schwerer. "Das Spiel stand ein bisschen auf der Kippe. Wir waren nicht so dominant wie in den vergangenen Wochen", fand auch Seydel.

Lieberknecht sah "eine konzentrierte Leistung" seiner Mannschaft. Die Zweikampfführung und der Einsatz seiner Mannschaft seien entscheidend gewesen, um die drei Punkte mit zurück nach Darmstadt bringen zu können. Stichwort: Arbeitssieg.

"Da kann noch was kommen"

An sich arbeiten wird auch Aaron Seydel weiterhin. Im Training und als Einwechselspieler. Das muss er sogar, findet sein Trainer. "Ich glaube, er ist noch nicht ganz ausgereift. Da kann schon noch was kommen." Vielleicht ja schon kommenden Freitag gegen einen bestimmt giftigen Gegner aus Düsseldorf.

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