Tobias Kempe

Tobias Kempe gehört beim SV Darmstadt 98 zu den dienstältesten Profis. Grund dafür ist auch seine Flexibilität. Gegen Werder Bremen darf er wohl auf seiner Lieblingsposition spielen.

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Audioseite Kempe: "Bin schon gerne im Zentrum"

Tobias Kempe
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Eine Interviewrunde mit Tobias Kempe ist von einer gewissen Routine geprägt. "Jedes Jahr dieselbe Frage", sagte Kempe bezeichnender Weise in einer Runde am Dienstag und lachte herzhaft. Die Frage war tatsächlich eine immer wiederkehrende. Zur Verteidigung der Journalistenehre muss aber ergänzt werden: Sie stellt sich eben auch in regelmäßigen Abständen wieder und wieder.

Die Frage, um die es geht, ist die nach der Lieblingsposition des mittlerweile 32-Jährigen. Gegen Dynamo Dresden und den 1. FC Heidenheim beorderte Lilien-Trainer Torsten Lieberknecht seinen Allrounder ins rechte Mittelfeld. Gegen Sandhausen spielte er nun wieder in der Zentrale.

Auf Außen fehlt das Tempo

Und auch wenn Kempe auf die Frage nach seiner favorisierten Position zunächst mit "egal" antwortete, kam er im Zwiegespräch mit sich selbst dann doch zu einer etwas anderen Antwort: "Das Zentrum ist natürlich angenehmer, weil ich nicht der klassische Eins-gegen-Eins-Spieler auf den Außen bin, der über Tempo kommt."

Gegen Werder Bremen wird Kempe am Sonntag (13.30 Uhr) mit ziemlicher Sicherheit erneut im Zentrum spielen. Zum einen dürfte Lieberknecht nach dem 6:1 in Sandhausen nicht viele Gründe haben, seine Erfolgself umzubauen, zum anderen hat sich bei den Lilien unter der Woche erst eine weitere Baustelle im Zentrum ergeben.

Gjasula fällt mit Corona aus

Klaus Gjasula, bei den Südhessen im defensiven Mittelfeld gesetzt, hat sich trotz vollständiger Impfung mit dem Corona-Virus infiziert und fällt gegen Werder aus. Eine Versetzung von Kempe auf die Außen ergibt daher noch weniger Sinn, weil Lieberknecht dann gleich zwei Stellen in der Zentrale neu besetzen müsste, offensiv und defensiv.

Kempe meint, dass er lieber in der Mitte die Bälle verteile und auch dort torgefährlich werden könne. Das kann er gegen den SVW am besten gleich unter Beweis stellen. Die Frage nach der Lieblingsposition wird sich nächstes Jahr bestimmt trotzdem wieder stellen.