Luca Pfeiffer und seine Lilien-Teamkollegen gehen hochmotiviert ins Duell gegen Bremen.

Der SV Darmstadt 98 hat nach missglücktem Saisonstart die Kurve gekriegt und überzeugt. Trainer Torsten Lieberknecht blickt daher mit Vorfreude und Selbstvertrauen auf das Duell gegen Bundesliga-Absteiger Werder Bremen.

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Audioseite Die komplette Lilien-PK vor dem Spiel gegen Bremen

hs Lieberknecht
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Die Top drei oder Top fünf? Fabian Schnellhardt wollte sich in einem Pressegespräch vor Saisonbeginn nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Doch knapp hinter Traditionsklubs wie dem FC Schalke 04, Hamburger SV oder Werder Bremen? Das könnte für Darmstadt 98 doch ein realistisches Ziel sein.

Lilien-Trainer Lieberknecht spricht von "echtem Highlight" gegen Werder

Am Sonntag (13.30 Uhr) haben die Lilien im Heimspiel gegen diesen Traditionsverein Werder Bremen tatsächlich die Chance ein Ausrufezeichen zu setzen. Tabellenplatz neun empfängt Rang acht - auf dem Papier also ein Duell auf Augenhöhe, eine Standortbestimmung für Darmstadt. "Wenn der Bundesliga-Absteiger kommt, dann ist das ein echtes Highlight", sagte Trainer Torsten Lieberknecht in der Spieltagskonferenz am Freitag. Bei einem öffentlichen Training am Samstagvormittag (13.30 Uhr) sollen die anwesenden Fans dem Team noch "die letzte und nötige Energie" mit auf den Weg geben.

Die Lilien können dabei mit breiter Brust in die Partie gehen. Lieberknecht demonstrierte dieses Selbstvertrauen in Form einer beeindruckenden Statistik: "Wir haben die meisten Tore der Liga geschossen. Das zeigt, dass wir eine Truppe sind, die weiß, wo das Tor steht." 21mal schon zappelte der Ball im gegnerischen Netz. Die Südhessen liegen damit knapp vor Jahn Regensburg und dem SC Paderborn (jeweils 20 Tore).

Darmstadt will erstmals zwei Siege in Folge einfahren - allerdings ohne Gjasula

Es gehe daher auch gegen Werder um die richtige Mixtur aus "Wucht" und "kühlem Kopf". Die Lilien haben spätestens nach der 6:1-Gala in Sandhausen den schwachen Saisonstart - bedingt durch viele Corona-Ausfälle gab es drei Pflichtspielniederlagen - vergessen gemacht. Die Handschrift von Lieberknecht wird deutlich, der Fußball der Lilien ist attraktiv und das Sturmduo Phillip Tietz und Luca Pfeiffer (zusammen 13 Tore) spektakulär.

Verstecken werden sich die Südhessen daher auch nicht, wenn Ex-Trainer Markus Anfang mit seinen Bremern anreist. "Wir wollen versuchen, unseren Fans drei Punkte zurückzugeben und erstmals zwei Siege in Folge einfahren - auch wenn der Gegner Werder Bremen heißt", so Lieberknecht, der bei dieser Mission auf Ensar Arslan (Fußverletzung), Klaus Gjasula (Corona-Quarantäne in Albanien) und Lasse Sobiech (muskuläre Probleme) verzichten muss. Immerhin kehrt Schnellhardt nach Rotsperre zurück - und darf das auch von ihm geäußerte Selbstverständnis wieder auf den Platz bringen.

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