Philip Tietz (l.) und Luca Pfeiffer von Darmstadt 98.

Sie sind das Traumpaar der zweiten Liga: Philipp Tietz und Luca Pfeiffer vom SV Darmstadt 98 kommen nun auf 20 Scorerpunkte. Ihre Kollegen loben die Stürmer - doch nun wartet die größte Prüfung.

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Audioseite Patric Pfeiffer: "Wir profitieren von unseren Stürmern"

Lilien-Verteidiger Patric Pfeiffer.
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Durchtanken bis zur Grundlinie, ein kurzer Blick, ein Ball in den Rücken der Abwehr - Fußball kann so einfach sein. Darmstadts Phillip Tietz machte es beim Spiel in Kiel vor, als er seinen Partner Luca Pfeiffer vor dem 1:1 bediente. Nach dem selben Schema hatte Pfeiffer bereits gegen Hannover dem Kollegen Tietz einen Treffer aufgelegt. Was dann aber kinderleicht aussieht, ist das Ergebnis von perfekt abgestimmten Laufwegen und einem blinden Verständnis des Lilien-Sturmduos.

Ihre Zahlen lesen sich nach dem elften Spieltag beeindruckend: Sie kommen auf zehn Scorer-Punkte - jeweils wohlgemerkt. Tietz schaffte acht Tore bei zwei Vorlagen, Pfeiffer hat die gleichen Werte. Darmstadt weist die viertbeste Chancenverwertung der Liga auf, zudem die zweitbeste Offensive. Pfeiffer wird im kicker gar als notenbester Spieler der gesamten Liga geführt. Gewohnt sachlich ordnete der Gelobte ein: "Es läuft ganz ordentlich für mich persönlich."

Beide Stürmer kommen jeweils auf acht Tore und zwei Vorlagen

Solche Angriffsreihen haben in der Vergangenheit besondere Spitznamen bekommen (die Frankfurter "Büffelherde", "Robbery" in München oder "Sandsturm" auf Schalke). Bei den Lilien müsste man in einer Kombination aus einem Vornamen und dem genialen Zusammenspiel wohl von der "Darmstädter Philharmonie" sprechen. Noch wichtiger: Die beiden lassen neben ihren Toren auch die Kollegen besser aussehen.

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Verteidiger Patric Pfeiffer hebt heraus, wie wichtig das Pressing der beiden vorne für die Defensivleistung insgesamt sei. Und wie sehr er von der täglichen Arbeit mit ihnen profitiere: "Es hilft uns auf jeden Fall. Ich habe schon im letzten Jahr gegen Serdar (Dursun; d. Red.) im Training gespielt und es kommt uns Verteidigern entgegen, gegen die Besten der Liga zu agieren."

Nun reist mit Nürnberg die beste Defensive an

Pfeiffer selbst lieferte in Kiel eine starke Leistung ab und scheint gefestigt in seinen Leistungen. "Manchmal gehe ich es noch zu locker an, aber dann helfen mir Schuhi oder Fabi (Marcel Schuhen und Fabian Holland; d. Red.)." Trainer Torsten Lieberknecht habe ihm beigebracht, besser durchzuschieben und noch näher an den Gegenspielern zu stehen.

Wie starke Defensivarbeit funktioniert, kann man auch beim kommenden Gegner bestaunen. Am Freitag (18.30 Uhr) kommt mit dem 1. FC Nürnberg die beste Defensive der Liga nach Darmstadt. Erst sieben Gegentreffer fing der "Club", ist zudem bislang als einziges Team ungeschlagen.

Luca Pfeiffer: Wollen gegen Nürnberg gewinnen

Christopher Schindler und Asger Sörensen bilden die stabile Innenverteidigung - sie sind die wohl härteste Prüfung für Darmstadts Traumduo in dieser Saison. Luca Pfeiffer richtete schon nach dem Spiel in Kiel den Blick Richtung Heimspiel: "Jetzt müssen wir schauen, dass wir am Freitag gegen Nürnberg gewinnen."