Darmstadt-Trainer Dirk Schuster will in der Krise vorangehen.
Darmstadt-Trainer Dirk Schuster will in der Krise vorangehen. Bild © Imago

Trainer Dirk Schuster will die Länderspielpause nutzen und bei Darmstadt 98 den Resetknopf drücken. Das Ziel: Mit der richtigen Mischung den Negativlauf schnellstmöglich beenden.  

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Dirk Schuster

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found hr-Reporterin Martina Knief über die Negativserie bei den Lilien

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Darmstadt 98 steckt aktuell in der Krise: Seit fünf Partien warten die Lilien auf einen Sieg in der 2. Liga, zuletzt setzte es vier Niederlagen in Serie. Die Parallelen zur Vorsaison sind frappierend, vor einem Jahr rutschten die Lilien nach ordentlichem Start ebenfalls Stück für Stück in den Keller ab.

Schuster achtet auf die Stimmung

Trainer Dirk Schuster vermied bei einem Pressegespräch den Blick zurück und hob stattdessen hervor, worauf es ihm in den kommenden Tagen bis zur Partie am Sonntag (13.30 Uhr) nach der Länderspielpause gegen Jahn Regensburg ankomme: "Wichtig ist, dass wir von der Stimmung her positiv bleiben, eine gewisse Lockerheit reinkommt und die Köpfe frei werden."

Seine Mannschaft, die am vierten Spieltag nach dem 1:0-Erfolg beim 1. FC Heidenheim noch den zweiten Platz belegte, ist inzwischen auf Rang 14 abgerutscht. Das Selbstverständnis in der Defensive ist abhanden gekommen, die Südhessen zeigten bei insgesamt 15 Gegentreffern aus neun Partien ungewohnte Abwehrschwächen. "Wir wollen wieder die Gier nach Balleroberungen schulen", nahm Schuster seine Spieler in die Pflicht. Dies sei ein "wichtiger Bestandteil unseres Spiels".

Taktische Mängel bei den Lilien

Neben dem fehlenden "Spielglück, das wir zuletzt nicht hatten" kamen vor allem taktische Mängel hinzu. Die Außenverteidiger wackelten bedenklich und im Zentrum bekamen die Lilien in der gefährlichen Zone vor dem Strafraum nur noch selten Zugriff. "Das müssen wir ändern, diese Kleinigkeiten werden in dieser Liga sofort bestraft", erkannte der Trainer.

Die Negativserie lasse ihn allerdings noch nicht am generellen Weg zweifeln, schließlich sei es ganz normal, "dass es auch mal Schwankungen geben kann. Das hat jede Mannschaft, das ist nicht nur ein Schicksal von uns." Die taktische Marschrichtung über Bord zu werfen und eine Umstellung von Vierer- auf Dreierkette vorzunehmen, schloss der 50-Jährige aus: "Das wäre das falsche Signal an die Mannschaft."

Mit "Ruhe und Souveränität" ein Zeichen setzen

Stattdessen wolle er "Ruhe und Souveränität" vorleben: "Wir wollen so ein Zeichen nach außen, aber auch nach innen senden und zeigen, dass wir voll überzeugt davon sind, die Negativserie beenden zu können." In der Mannschaft selbst sehe Schuster keine Symptome, die auf eine schlechte Stimmung hindeuten: "Es wird sich gegenseitig angefeuert und gecoacht. Das sind gute Zeichen dafür, dass man konzentriert miteinander arbeitet und die Mannschaft lebt."