Lilien-Trainer Dirk Schuster
Dirk Schuster und seine Lilien richten den Blick nach vorne. Bild © picture-alliance/dpa

Nach gutem Saisonstart befindet sich SV Darmstadt 98 in einem ersten kleinen Tief in der 2. Fußball-Bundesliga. Für Panikmache gibt es allerdings keinen Grund, meint Trainer Dirk Schuster.

Eigentlich hatten die Lilien alles im Griff am Dienstag. Bis kurz vor Schluss führten die Hausherren am Böllenfalltor gegen Arminia Bielefeld durch ein Tor von Kapitän Aytac Sulu mit 1:0 (66. Minute). Und dann passierte das, was eigentlich nie passieren darf. Roberto Massimo (90.) und Florian Hartherz (90.+3) drehten die Partie noch zugunsten der Gäste. 1:2 - Darmstadt stand plötzlich mit leeren Händen da.

"Wir waren genug Mann hinterm Ball und haben zwei Tore kassiert. Eins kann man vielleicht immer kassieren, wenn die Mannschaft Druck aufbaut, aber ein zweites darf auf keinen Fall mehr passieren", schimpfte Flügelflitzer Marcel Heller nach der Partie. Angst davor, dass die Lilien nach der ersten Heimpleite der Saison und dem dritten Spiel ohne Sieg nun in der Tabelle durchgereicht werden, hat der 32-Jährige allerdings nicht. "Wir sind eine stabile Mannschaft, und ich bin guter Dinge, dass wir sehr schnell wieder positive Ergebnisse erzielen können."

Ein Weckruf für alle Träumer

Ähnlich sieht das auch SV98-Trainer Dirk Schuster. Während der Übungsleiter nach der 1:4-Schlappe in Dresden noch Mentalitäts-Defizite beklagte, hatte er nach dem Bielefeld-Spiel nicht allzu viel zu meckern. "Ich bin mit der Leistung der Mannschaft heute einverstanden, umso ärgerlicher ist es, dass wir das Spiel noch so hergeben", so Schuster, der seiner Mannschaft "eine Leistungssteigerung gegenüber der Partie in Dresden" attestierte.

Bei den Lilien will man die neuerliche Niederlage nicht unnötig dramatisieren. Vielmehr betrachten die Südhessen die Punkte-Durststrecke als Weckruf für alle Träumer. Schon die Spiele gegen Duisburg oder in Heidenheim seien eng gewesen. Dass die Lilien beide Partien siegreich bestreiten konnten: das Ergebnis harter Arbeit. Genau die braucht es auch, um am Freitag (18.30 Uhr) bei Holstein Kiel zu bestehen. "In Kiel müssen wir stabil stehen, um nach sechs Gegentoren in zwei Spielen möglichst wieder die Null zu halten", forderte Heller. Und das möglichst auch in der Nachspielzeit.

Sendung: hr-iNFO, 25.9.2018, 20 Uhr