Ihr Fanblock im Stadion ist verwaist, doch die Ultras von Darmstadt 98 bleiben aktiv. Wegen der Corona-Krise starteten sie jetzt eine Solidaritäts-Aktion vor Krankenhäusern und Supermärkten.

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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Lilien-Ultras unterstützen Krankenhäuser

Banner der Darmstädter Ultras vor einem Krankenhaus
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Normalerweise feuern sie von der Südtribüne des Stadions am Böllenfalltor ihre Mannschaft an: die Ultras und andere aktive Fans von Darmstadt 98. Doch ihr Block im Stadion ist derzeit verwaist. Die 2. Liga macht Pause wegen der Corona-Krise. Die Ultras machen keine Pause. Ultra-Gruppen und das Bündnis "Südtribüne Darmstadt" haben jetzt eine Solidaritäts-Aktion für die Mitarbeiter von insgesamt drei Krankenhäusern und über 70 Supermärkten gestartet.

Sie spannten in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag vor dem Darmstädter Marienhospital, dem Klinikum Darmstadt und dem Elisabethenstift große Transparente. Auf ihnen steht unter anderem: "Wenn ihr an eure Grenzen geht, dann denkt daran, dass diese Stadt hinter euch steht!"

Solidarität auch mit den Mitarbeitern von 70 Supermärkten

Wie die Lilien-Ultras mitteilten, haben sie zudem an den Eingangstüren von über 70 Supermärkten in Darmstadt Flugblätter zur Unterstützung der Mitarbeiter befestigt. "Ihr rackert, um die Regale für uns zu füllen, sitzt mit Handschuhen an der Kasse, um den Betrieb aufrecht zu erhalten, öffnet womöglich bald auch noch sonntags und habt daheim selbst Familien und Kinder zu versorgen". So steht es einfühlsam in dem ausgehängten Flugblatt der Ultras-Gruppierung "Usual Suspects 2006".

"Ihr seid nun - gemeinsam mit einigen anderen Berufsgruppen - die Aushängeschilder unserer Stadt. Danke für die Arbeit, die ihr leistet", mit diesem Auspruch endet die Botschaft an die Mitarbeiter der Supermärkte. Die aktuelle Aktion soll erklärtermaßen nicht die letzte dieser Art gewesen sein.