Enttäuschung beim SV Darmstadt 98.

Darmstadt 98 verabschiedet sich bereits nach der ersten Runde aus dem DFB-Pokal. Im Elfmeterschießen hatte der Drittligist 1860 München nach packenden 120 Minuten das bessere Ende.

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Der TSV 1860 München und SV Darmstadt 98 lieferten sich bei toller Atmosphäre vor 4.158 Zuschauern einen packenden Pokalfight, der erst um 23:27 Uhr ein Ende fand. Nach 120 Minuten stand es nach Toren von Philipp Steinhart (75.) und Luca Pfeiffer (80.) 1:1 (0:0). Die Entscheidung musste im Elfmeterschießen her. Und dort setzten sich die Löwen mit 5:4 durch.

Lieberknecht muss auf Sobiech verzichten - und bastelt an der Aufstellung

Trainer Torsten Lieberknecht hat ordentlich an seiner Startelf gebastelt. Marcel Schuhen, Thomas Isherwood, Nemanja Celic und Luca Pfeiffer begannen für Morten Behrens, Fabian Schnellhardt, Adrian Stanilewicz und den mit muskulären Problemen ausgefallenen Lasse Sobiech. Die Personalmisere bei den Lilien nimmt kein Ende, kurz vor dem Anpfiff an der Grünwalder Straße gab es die nächste Hiobsbotschaft: Tim Skarke muss nach einer Adduktoren-Operation monatelang zusehen.

Lieberknecht schickte sein Team in einem 4-2-2-2 auf das Feld. Überraschenderweise rückte Kapitän Fabian Holland von der Linksverteidigerposition ins defensive Mittelfeld. Der Defensivmann hatte die erste Schusschance (5.), Pfeiffer schob nur eine Minute später knapp vorbei (6.). Im Gegenzug vergab Stefan Lex (6.) im Eins-gegen-Eins vor Marcel Schuhen. Der offene Schlagabtausch ging weiter, vor allem Lilien-Angreifer Pfeiffer stand im Mittelpunkt, scheiterte aber erst an der vielbeinigen Abwehr (10.) und später an der Latte (22.). Der Abstauber landete zwar im Netz, doch Phillip Tietz befand sich im Abseits.

Lilien im ersten Durchgang stärker - die Löwen im zweiten

Da auch zwischendurch Matthias Bader per Kopf an Torhüter Marco Hiller (17.) scheiterte, ging es trotz eines eher zufälligen Lattentreffers der Löwen (44.) glücklich für die Gastgeber mit 0:0 in die Kabine. Im zweiten Durchgang, den beide Teams unverändert angingen, wurden die Münchner zunächst stärker. Doch Merveille Biankadi (46.) und Kult-Stürmer Sascha Mölders per Kopf (53.) verfehlten das Ziel nur knapp. Die erste Antwort gab der stärkste Lilien-Spieler, doch Pfeiffers kernigen Schuss lenkte Hiller über die Latte (63.).

1860 war inzwischen aber das stärkere Team, bei Darmstadt ließen in dieser Phase die Kräfte nach. Schuhen blieb jedoch aufmerksam, parierte einen direkten Freistoß von Lex stark (69.). Zwei Minuten später stand der Schlussmann erneut im Mittelpunkt, als er gegen Marcel Bär rettete (71.).

Pfeiffer belohnt sich und die Lilien

Die Löwen wurden für ihre Bemühungen 15 Minuten vor Ende der Partie belohnt. Nach einer Flanke von Lex knallte Steinhart den Ball erst gegen Mitspieler Bankiadi, von wo aus das Leder erneut bei Steinhart und von dort im Tor landete (75.).

Das Ende für Darmstadt? Von wegen! Pfeiffer belohnte sich für seine gute Performance, setzte sich im Strafraum nach Hereingabe von Bader technisch fein durch und traf mit Hilfe des Innenpfostens zum Ausgleich (80.). Sein erstes Pflichtspieltor im neuen Dress.

Hiller pariert zweimal gegen Patric Pfeiffer - und wird Matchwinner

Die Mannschaften mussten also in die Verlängerung. Dort passierte lange Zeit nichts - bis zur 119. Minute! Hiller agierte aber bei einem Kopfball aus kürzester Distanz von Patric Pfeiffer herausragend. Im Nervenspiel wurde der Schlussmann der Löwen dann endgültig zum Helden für das Heimteam. Er hielt erneut gegen Pfeiffer - und damit den einzigen Elfmeter.

Weitere Informationen

1860 München – SV Darmstadt 98 5:4 n.E. 1:1 (1:1, 1:1, 0:0)

München: Hiller - Deichmann, Lang, Salger, Steinhart - Moll (89. Neudecker), Dressel - Biankadi, Lex (78. Staude) - Mölders (89. Tallig), Bär (100. Goden)  
Darmstadt: Schuhen - Riedel, Müller, Isherwood (91. P.Pfeiffer), Bader (112. Arslan), Holland - Celic (70. Schnellhardt), Karlic, Goller (106. Manu), L.Pfeiffer (98. Sesay) - Tietz  
Tore: 1:0 Steinhart (75.), 1:1 L.Pfeiffer (80.), 1:0 Steinhart, 1:1 Holland, 2:1 Tallig, 2:2 Schnellhardt, 3:2 Dressel, 3:3 Manu, 4:3 Staude, 4:4 Tietz, 5:4 Salger

Gelbe Karten: Moll, Lang, Dressel, Salger -  Celic       
Schiedsrichter: Reichel (Stuttgart)       
Zuschauer: 4.158  

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