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Loca-tag 'teaser_more_audio_sr' not found Mit Wut und Wille: Lilien gewinnen Spektakel in Paderborn

Die Lilien jubeln

Der SV Darmstadt 98 hat extrem wichtige drei Punkte eingefahren. Beim Sieg in Paderborn war alles dabei, was das Fußball-Herz höher schlägen lässt - mit dem besseren Ende für die Südhessen.

Der SV Darmstadt 98 hat ein spektakuläres Zweitliga-Spiel in Paderborn gewonnen und damit den ersehnten Dreier eingefahren. Am Ende einer Partie mit Elfmetern, nicht gegebenen Treffern und fünf Toren stand es am Freitag 3:2 (1:1) für die 98er. Die Treffer für die Südhessen erzielten dabei Serdar Dursun (20. FE/75.) und Marvin Mehlem (69.), für die Gastgeber trafen Dennis Srbeny (24. FE) und Chris Führich (55.).

Den Lilien, die defensiv in einem 4-4-2, offensiv mit einem 4-2-3-1 und ohne Tobias Kempe begannen, merkte man zu Beginn deutlich die Verunsicherung durch die Negativ-Erlebnisse der vergangenen Wochen an. Der SC Paderborn machte das Spiel, schnürte die Gäste in deren Hälfte fest und hatte in der 11. Minute durch Sebastian Vasiliadis die erste gute Möglichkeit.

Dursun und Srbeny treffen vom Punkt

Die Südhessen brauchten dringend einen Wachmacher und Motivationsschub - und bekamen ihn. In der 14. Minute knallte Dursun einen Fallrückzieher artistisch an den Pfosten. Die Lilien waren endlich in Ostwestfalen angekommen. Nur sechs Minuten später wurden sie für den Energieschub auch schon belohnt. Mathias Honsak wurde im Strafraum zu Fall gebracht und Dursun verwandelte per Strafstoß sicher zur 1:0-Führung (20.).

Es war jedoch mitnichten so, dass der SCP davon beeindruckt war. Im Gegenteil: Erneut nur wenige Minuten später tänzelte Führich durch den Strafraum der 98er, bis ihn Patrick Herrmann von den Beinen holte. Srbeny traf im Anschluss genauso sicher wie Dursun vom Punkt zum 1:1 (24.). Im Anschluss gaben die Paderborner wieder die Richtung vor, blieben vor dem Tor aber relativ harmlos, wodurch es mit dem Ergebnis in die Pause ging.

Führich erzielt die Führung

Der zweite Abschnitt begann deutlich ausgeglichener, als der erste geendet hatte. Die Darmstädter machten mehr, machten hinten aber auch Fehler. Der erste führte direkt zum Rückstand. Erst spielte Victor Palsson einen Fehlpass, dann verlor der unsichere Patric Pfeiffer den Ball gegen Srbeny und schlussendlich traf Führich per - zugegebenermaßem schönem - Distanzschuss zum 2:1 (55.).

Die Frage war, wie die Lilien auf diesen Rückschlag reagieren würden. Ein Kopfball von Honsak (64.) zeigte: mit Wut im Bauch und absolutem Willen. In der 66. Minute war es dann fast so weit: Tim Skarke traf nach einer schönen Kombination zum vermeintlichen 2:2-Ausgleich. Da aber Fabian Holland zuvor ein Foul begangen hatte, gab es Freistoß statt Anstoß.

Lilien fighten sich zurück

Egal, dachten sich die Südhessen: einfach weiter. Direkt nach der Überprüfung ging es wieder vor das Paderborner Tor, dieses Mal war es Mehlem, der traf - und nun stand es endgültig 2:2 (69.). Die Lilien waren nun "on fire". Nur eine Minute später war der Ball wieder im Netz des SCP - Dursun stand zuvor aber hauchzart im Abseits (70.).

Aber auch das war den Darmstädtern komplett egal. Sie blieben auf dem Gaspedal - und wurden belohnt. Dursun traf per Sonntagsschuss zum völlig verdienten 3:2 (75.). Die Schlussphase blieb hektisch, die erste gute Chance hatte Dursun (83.), der aber knapp verfehlte. In der Nachspielzeit hätten die Lilien das 4:2 erzielen müssen, vergaben aber beste Möglichkeiten. Was am Ende nicht so wichtig war, da es beim verdienten 3:2 blieb.

Weitere Informationen

SC Paderborn – SV Darmstadt 98 2:3 (1:1)

Paderborn: Zingerle - Dörfler (83. Owusu), Hünemeier, Schonlau (37. Thalhammer),Okoroji - Schallenber, Vasiliadis (83. Pröger), Führich, Justvan  (74. Michel), Antwi-Adjei (74. Ingelsson) - Srbeny
Darmstadt: Schuhen - Herrmann, Pfeiffer, Holland, Palsson, Rapp, Skarke (76. Berko), Mehlem (85. Schnellhardt), Honsak (76. Kempe)  - Dursun (85. Platte)

Tore: 0:1 Dursun (20./FE), 1:1 Srbeny (24./FE), 2:1 Führich (55.), 2:2 Mehlem (68.), 2:3 Dursun (75.) 

Gelbe Karten: Schonlau, Okoroji, Pröger – Pfeiffer, Holland, Berko, Honsak, Kempe
Schiedsrichter: Schlager (Hügelsheim)

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr-iNFO, 05.03.2021, 21.00 Uhr