Markus Anfang

Nun also doch: Markus Anfang verlässt den SV Darmstadt 98 und wechselt zu Werder Bremen. Es ist das Ende von turbulenten Stunden in Südhessen. Denn: Reibungslos lief der Deal definitiv nicht ab.

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Audioseite Markus Anfang verlässt die Lilien

Markus Anfang
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Jetzt ist es amtlich: Markus Anfang verlässt den SV Darmstadt 98 nach nur einer Saison und heuert bei Bundesliga-Absteiger Werder Bremen an. Das bestätigten die Lilien an diesem Dienstagmittag. Über die Höhe der Ablöse vereinbarten beide Vereine Stillschweigen. Genau diese Summe hatte die vergangenen Stunden aber turbulent werden lassen.

Denn: Wie der hr-sport erfahren hat, kam der Trainer der Südhessen am Wochenende auf die Lilien-Verantwortlichen zu und stellte diese vor vollendete Tatsachen. Das kleine, aber alles andere als unwichtige Problem zu diesem Zeitpunkt: Die Lilien wussten von seinen Wechselabsichten nichts. Und: Der 46-Jährige besaß bei den 98ern noch einen Vertrag bis 2022.

Aus Bremen kam nur am Montag ein Angebot

Wie zu hören ist, ging aufgrund dieser Gemengelage am Montag der Verhandlungspoker los. Anfang besaß keine Ausstiegsklausel, es ging in der Geschichte demnach auch um Geld. Bremen bot, das hat der hr-sport erfahren, als erstes Angebot 200.000 Euro und wollte diese Summe in Raten abstottern. Für Darmstädter Verhältnisse viel zu wenig. Die Lilien verlangten, wie zu hören ist, eine deutlich höhere, sechsstellige Summe. Die Reaktion aus Bremen? Erst einmal Schweigen.

Ein weiteres Angebot trudelte am Montag nicht mehr ein, der Poker war erst einmal beendet, wie der kicker am Montagabend zuerst exklusiv berichtet hatte. Dieser Zustand brachte die Darmstädter jedoch in ein Dilemma. Im Verein war man, so ist zu hören, nicht gut auf Anfang und die Art und Weise seiner Kommunikation zu sprechen. Hätte der Trainer die Verantwortlichen vorab informiert, wäre es gar nicht erst zum großen Knatsch gekommen.

Die Gesprächstür blieb offen

Man habe, auch nachdem man im schwierigen Teil der Saison zu ihm gehalten hatte, einen anderen Stil erwartet. Es war aber auch klar: Sollten sich die Werder-Verantwortlichen doch noch rühren und das Angebot erhöhen, wäre die Verhandlungstür nicht geschlossen. Genau das geschah am Dienstag. Die Art und Weise des Anfang-Abschieds hat in Darmstadt aber für mehr als nur ein paar Verstimmungen gesorgt.

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