Slobodan Medojevic
Slobodan Medojevic ist im Herzen mutmaßlich schon länger eine Lilie. Bild © Imago

Um den Abgang von Hamit Altintop zu kompensieren, hat Darmstadt 98 Slobodan Medojevic geholt. Mit seinem Vorgänger will der Serbe allerdings nicht verglichen werden. Mit Lionel Messi übrigens auch nicht.

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Die Integration von Slobodan Medojevic in den Kader von Darmstadt 98 dürfte schnell und einfach vonstattengehen. Die viel beschworene Lilien-DNA muss dem defensiven Mittelfeldspieler nicht eigens eingeimpft werden, er trägt sie schon lange in sich. "Ich bin kein Messi, der zehn Spieler umdribbeln kann und dann sieben Tore macht. Ich bin ein Kämpfer, der bis zur letzten Sekunde kämpft und immer alles für seine Mannschaft gibt", sagte Medojevic nach seiner ersten Trainingseinheit im Lilien-Dress. Genau solche Typen wollen sie haben am Böllenfalltor.

Medojevic soll das Loch im Mittelfeld stopfen, das der in die Türkei abgewanderte Hamit Altintop hinterlassen hat. Ein "Eins-zu-Eins"-Ersatz wird der 27-Jährige allerdings nicht sein, versprach er: "Ich sehe mich nicht als Nachfolger von irgendwem. Ich bin Slobodan Medojevic und das will ich bleiben."

Kein Vorwurf an den Musterprofi

Bei Eintracht Frankfurt kam der Serbe in der aktuellen Saison nicht zum Zug. Also wechselte er zum nur wenige Kilometer entfernten SV 98. Das Problem in der Mainmetropole war nicht, dass sich Medojevic hängenließ, sondern vielmehr die große Konkurrenz. "Die haben viele gute Spieler, auch auf meiner Position. Das  war der Grund, warum ich zuletzt nicht gespielt habe", so Medojevic. Sein Ex-Trainer Niko Kovac hatte stets nur Gutes über "Medo" zu erzählen. In Darmstadt will der Musterprofi nun wieder zeigen, was er kann.

Seinen Wechsel von der 1. in die 2. Fußball-Bundesliga sieht er nicht als Rückschritt an. "Obwohl man sagen kann, dass man manchmal im Leben einen Schritt zurück machen muss, um zwei oder drei nach vorne zu kommen." Wichtig ist Medojevic, dass er endlich wieder Spielpraxis sammeln kann. Seinen ersten Einsatz hätte er am liebsten schon beim Restrunden-Auftakt am Mittwoch (18.30 Uhr) gegen Kaiserslautern.

Schlachtplan gegen Kaiserslautern

"Ich habe in den letzten 15 Tagen ganz normal und voll trainiert. Ich fühle mich fit. Ob ich spiele, das weiß ich nicht. Aber ich bin bereit", so der Neuzugang, der sich im Team schon gut aufgehoben fühlt. Er werde die kommenden Tage nutzen, um sich Trainer Dirk Schuster im Training anzubieten.

Unabhängig davon, ob er am Mittwoch seine Pflichtspielpremiere für die Lilien feiert, hat er schon einen Schlachtplan parat: "Wir müssen von Anfang an Gas geben. Wir müssen zeigen, dass wir Zuhause spielen bei unseren Fans", fordert Medojevic. Wie gesagt: Die Lilien-DNA trägt der Neuzugang bereits in sich. Mit solch einer Einstellung verzeihen ihm die Fans bestimmt auch, dass er kein Messi ist.