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zum Video Dieses Tor beendet die Pokal-Saison von Darmstadt

Das Gegentor

Für den SV Darmstadt 98 ist im DFB-Pokal bereits nach der zweiten Runde Feierabend. Gegen den Karlsruher SC sieht es lange nach Verlängerung aus, dann gibt es den K.o. durch einen Lucky Punch.

Der SV Darmstadt 98 ist am Dienstag in der zweiten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Die Mannschaft von Trainer Dimitrios Grammozis verlor im heimischen Stadion mit 0:1 (0:0) gegen den Karlsruher SC und verabschiedet sich damit aus dem Pokalwettbewerb. Den Treffer des Tages erzielte Philipp Hofmann (85.).

"Uns hat heute die Durchschlagskraft gefehlt. Die Tor-Geilheit müssen wir trainieren", analysierte Lilien-Coach Grammozis. "Wir haben ein gutes Spiel gemacht, aber das Ergebnis ist enttäuschend. Wir hätten gerne im Pokal überwintert."

Ein Spiel ohne Höhepunkte

Die Geschichte der ersten Hälfte ist schnell erzählt. Die beiden Remis-Könige aus dem grauen Zweitliga-Mittelfeld verlängerten die obligatorische Abtast-Phase in beiderseitigem Einvernehmen auf 45 Minuten und präsentierten den 11.240 Zuschauern ein Spiel passend zum Wetter: eher trüb. Ein paar Fehlpässe hier, ein paar hart geführte Zweikämpfe dort. Wirklich Erwärmendes fand nicht statt.

Für homöopathisch erhöhten Puls sorgten lediglich Serdar Dursun, der jeweils einmal aufs Tor köpfte (6.) und schoss (26.) sowie die Karlsruher Anton Fink (21.) und Lukas Fröse (39.), die ebenfalls mit Fuß und Kopf das Ziel verfehlten.

Hofmann gelingt der Lucky Punch

Ähnlich bieder ging es auch nach dem Seitenwechsel weiter. Die Lilien, bei denen Marcel Heller und Fabian Schnellhardt für Marvin Mehlem und Seung-ho Paik in die Startelf gerückt waren, zeigten sich ebenso engagiert wie ungefährlich. Der KSC, der zu Beginn zumindest etwas um eine fußballerische Note bemüht war, beschränkte sich zunehmend auf die Defensive. Die Zutaten für einen Pokalfight lieferten folglich weder Gastgeber noch Gäste.

Bezeichnend: Die beiden nennenswertesten Szenen blieben lange zwei Fernschüsse aus knapp 30 Metern: Zuerst bewies Hofmann, dass er weit und fest schießen kann (53.), dann präsentierte Fabian Holland seinen linken Huf (55.). Ergebnis: klatschende Fans, aber kein zappelndes Netz.

Die Lilien erspielten sich in der Folge ganze sieben Ecken und drückten auf den Führungstreffer. Dieser gelang kurz vor dem Abpfiff aber den Badenern. In einer Phase, als sich fast alle Beteiligten auf eine Zugabe und weitere 30 Minuten eingestellt hatten, landete eine Flanke auf dem Schädel von Hofmann. Der KSC-Stürmer ließ Lilien-Keeper Marcel Schuhen keine Chance und entschied das Spiel.

Weitere Informationen

DARMSTADT 98 - KARLSRUHER SC 0:1 (0:0)

Tor: 0:1 Hofmann (85.)

Darmstadt: Schuhen - Herrmann, Dumic, Höhn, Holland - Palsson, Schnellhardt (77. Paik), Kempe, Honsak (86. Skarke), Heller (60. Mehlem) – Dursun
Karlsruhe: Gersbeck - Thiede, Gordon, Pisot, Roßbach - Fröde, Wanitzek – Stiefler (90. Camoglu), Choi - A.Fink (87. Kobald) - Hofmann

Gelbe Karten: - /Stiefler

Schiedsrichter
: Badstübner (Windsbach)
Zuschauer: 11.240   

Ende der weiteren Informationen

Sendung: hr-iNFO, 29.10.2019, 22 Uhr